Im Wortlaut Die Erklärung der "Task Force"
"Die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingesetzte 'Task Force' behandelte bei einer kurzfristig einberufenen Sitzung am Dienstag, 24. Oktober 2000, sehr ausführlich die Ereignisse der letzten Tage, die am Wochenende dazu führten, dass Christoph Daum nicht mehr Trainer bei Bayer 04 Leverkusen sein kann und nicht Bundestrainer des DFB werden wird.
Dabei nutzte Reiner Calmund die Gelegenheit, um gegenüber Uli Hoeneß sein Bedauern auszudrücken, dass er, ausgehend von falschen Fakten, öffentliche Vorwürfe gegenüber dem Manager des FC Bayern erhoben hat.
Einmütig aber erkannte die Task Force auch an, dass Reiner Calmund über die Drogenproblematik bei Christoph Daum, die noch durch eine B-Probe zu überprüfen ist, bis zum zurückliegenden Freitag (20. Oktober 2000) keinerlei Kenntnis besessen hat.
Die Führung des DFB und auch die Task Force gaben ihre Zustimmung, DFB-Teamchef Rudi Völler vorerst auch als Teamchef bei Bayer 04 Leverkusen wirken zu lassen, um den Verein in dieser am Wochenende entstandenen Ausnahmesituation zu unterstützen. Zwischen dem DFB, der Vereinsführung von Bayer 04 Leverkusen und Rudi Völler selbst wird baldmöglichst ein Gespräch stattfinden, um weitere Details abzuklären.
Die Mitglieder der Task Force brachten ihre Entschlossenheit zum Ausdruck, gemeinsam mit der DFB-Führung ihre Arbeit fortzusetzen, um die gegenwärtig für den deutschen Fußball sehr schwierige Situation zu meistern."