Inter Mailand: Molotow-Cocktail gegen Teambus - DER SPIEGEL
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Inter Mailand Molotow-Cocktail gegen Teambus

Die Spieler von Inter Mailand können froh sein, dass sie noch am Leben sind. Unbekannte wollten ihren Mannschaftsbus in die Luft sprengen.
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Mailand - "Das war versuchter Mord", kommentierte Inter-Trainer Marco Tardelli den Anschlag. Vor dem Pokal-Rückspiel gegen den AC Parma hatten mehrere Fans einen Molotow-Cocktail gegen den Mannschaftsbus geschleudert. Am Bus entstanden deutliche Brandschäden. Eine größere Katastrophe blieb aus, weil die schusssichere Scheibe standhielt. Die Täter entkamen.

"Mehr Angst als Fußball", kommentierte Italiens führende Sportzeitung "La Gazzetta dello Sport" am Freitag die "Wahnsinns-Tat". Trainer Tardelli vermutet die Täter zwar "nicht in den Reihen der Inter-Fans", warnte jedoch davor, den Anschlag deshalb zu verharmlosen. "Wann werden sie von den Tribünen auf uns schießen?", fragte der Ex-Profi nach dem 0:0, mit dem die Mailänder im Pokal ausschieden. Das Hinspiel gegen den AC Parma hatten sie mit 1:6 verloren.

In der italienischen Presse wurde wegen des Anschlags über einen Rücktritt von Vereinspräsident Massimo Moratti spekuliert. Der Multi-Millionär hatte mehrfach betont, dass "er zwar die Unmutsbezeugungen der Fans einstecken, aber keinerlei Gewalt akzeptieren" könne. Einige der Zuschauer beim Pokal-Rückspiel forderten ohnehin erneut den Rücktritt des Präsidenten. "Inkompetenter Moratti - hau ab", stand auf einem Spruchband.

Inter steht bei seinen Fans zurzeit nicht gerade hoch im Kurs. In der Champions League schieden die Mailänder schon in der Vorrunde aus, in der Serie A rangieren sie nach zehn Spieltagen abgeschlagen auf Rang zehn. Dabei war Inter mit Titelambitionen in die Saison gestartet.