Interview mit Fredi Bobic: "Wir haben gepennt" - DER SPIEGEL
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Interview mit Fredi Bobic "Wir haben gepennt"

Als einzige Bundesliga-Mannschaft steht Aufsteiger Hannover 96 nach vier Spielen noch ohne Punktgewinn da. Der ehemalige Nationalstürmer Fredi Bobic macht sich bereits auf einen langen Abstiegskampf mit seinem neuen Club gefasst.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Herr Bobic, in Ihrem ersten Spiel für Hannover 96 hat die Mannschaft gegen Cottbus eine 1:3-Niederlage hinnehmen müssen. Wie soll es jetzt weitergehen?

Fredi Bobic: Die Mannschaft tut mir Leid. Sie spielt gut, kämpft und gibt alles, wird aber immer wieder brutal für ihre Fehler bestraft. Wenigstens einen Punkt hätten wir gegen Cottbus verdient gehabt. Die haben drei Tore gemacht, obwohl sie eigentlich nur einmal aufs Tor geschossen haben. Wir müssen jetzt Ruhe bewahren.

Wie beurteilen Sie die derzeitige Situation als Tabellenschlusslicht?

Bobic: Es wird nicht einfach, den Kopf oben zu behalten. Die Niederlage gegen Cottbus war brutal für uns. So in die Saison zu starten, ist eine Katastrophe. Jetzt stecken wir bis zum Winter unten drin. Es wird ein langer Weg, dort wieder heraus zu kommen.

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer eigenen Leistung?

Bobic: Wenn man das erste Mal seit Mai wieder spielt, ist es natürlich schwierig. Mir fehlt noch ein wenig Praxis und vor allem die nötige Spritzigkeit. Diese kann man sich nicht im Training, sondern nur im Spiel holen. Aber sie wird schon kommen.

Befürchten Sie, dass jetzt eine Diskussion um Ihren Chefcoach Ralf Rangnick aufkommen wird?

Bobic: Den Trainer trifft doch überhaupt keine Schuld. Er hat uns gut auf den Gegner eingestellt, aber wir haben halt gepennt.

Aufgezeichnet von Tom Vaagt, sid