Interview mit Oliver Kahn: "Jetzt wird es richtig interessant" - DER SPIEGEL
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Interview mit Oliver Kahn "Jetzt wird es richtig interessant"

In einem Interview äußert sich der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft über das Resultat in Kiew und die Aussichten für das Rückspiel in Dortmund.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Oliver Kahn, stellt Sie das Unentschieden gegen die Ukraine zufrieden?


Oliver Kahn:

Das 1:1 gestattet uns eine gute Ausgangsposition. Aber das Hinspiel ist nur Geplänkel im Gegensatz zum Rückspiel in Dortmund. Da geht es wirlich um alles oder nichts. Das ist ähnlich wie beim Qualifying in der Formel 1, wo man auch versucht, sich eine gute Ausgangsposition zu erarbeiten.


Wie muss nun die Marschroute für das Rückspiel am Mittwoch in Dortmund aussehen?


Kahn: Wir müssen in Dortmund nicht Harakiri, nicht alles oder nichts spielen. Wir können das ruhig angehen.


Wie sehen Sie die Chancen für das Rückspiel? Das Team um Superstar Andrej Schewtschenko gibt sich sicherlich nicht so einfach geschlagen."


Kahn: Warum sollten wir vor der Ukraine Angst haben? Da gibt es überhaupt keinen Grund.


Hoffen Sie dabei auch auf die Unterstützung des Dortmunder Publikums?


Kahn: Ich gehe davon aus, dass das Stadion wie eine Mauer hinter uns steht. Jetzt wird es ja erst richtig interessant. Da geht es zur Sache. Es geht nicht um Schönspielerei. Es geht nicht darum, Zauberfußball zu bieten. Es geht darum, dass wir uns qualifizieren.


Sie haben gesagt: Sollte die Mannschaft aus den beiden Partien erfolgreich herausgehen, könne sie möglicherweise neue Kräfte freisetzen. Glauben Sie weiter daran?

Kahn: Ich habe immer gesagt, wenn wir durch diese Situation durchkommen, wird das einen Schub geben wie eine Initialzündung. Die Qualifikation für die WM ist nervlich schwieriger als die WM selbst. Jeder Spieler fühlt sich bei der Ehre gepackt.


aufgezeichnet von Christian Pfennig und Jürgen Zelustek, sid