Iran Polizei verhaftet 180 Fans
Teheran - Etwa 180 iranische Fußball-Fans sind in der Landeshauptstadt Teheran nach dem 1:0-Sieg ihrer Nationalmannschaft gegen Thailand vorübergehend festgesetzt worden. "Die Polizei erwartet, dass die Fans ihre Freude zeigen, ohne die öffentliche Ordnung zu stören und den öffentlichen Verkehr zu behindern", erklärte ein Polizeisprecher die Verhaftung von 70 Zuschauern im Stadion sowie 110 weiteren Personen außerhalb der Arena.
In der zentraliranischen Stadt Isfahan eskalierten die Jubelfeiern durch gewalttätige Straßenkämpfe zwischen Anhängern und der Polizei. Die Auseinandersetzungen hatten begonnen, nachdem Dutzende von jugendlichen Fans auf den Straßen ausgelassen tanzten. Als Polizisten daraufhin für Ruhe und Ordnung sorgen wollten, warfen die iranischen Fans mit Steinen.
Vor dem letzten Qualifikationsspiel am Freitag gegen den Irak liegt der Iran in der Asien-Gruppe A mit einem Punkt Rückstand auf Saudi-Arabien auf Rang zwei. Die Sieger der beiden Asien-Gruppen qualifizieren sich direkt für die WM 2002 in Japan und Südkorea. Die beiden zweitplatzierten Teams ermitteln in einem Duell Irlands Gegner in der Playoffs-Runde um einen weiteren WM-Platz.