Irland: Hollands Alptraum - DER SPIEGEL
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Irland Hollands Alptraum

Die Zeiten, in denen die Iren wegen ihres Alkoholkonsums als beste Theken-Mannschaft der Welt verspottet wurden, scheinen endgültig vorbei. In der WM-Qualifikation ließ Irland den WM-Vierten Niederlande hinter sich.
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Hinter Portugal belegten die Iren Rang zwei in ihrer Qualifikationsgruppe. In den Playoffs gegen den Iran (2:0 und 0:1) löste Mick McCarthys Mannschaft schließlich zum dritten Mal das WM-Ticket. 16-mal in Folge blieb das Team von der "grünen Insel" zwischenzeitlich ungeschlagen.

In der Abwehr sicher, offensiv "Kick-and-Rush" - eine simple Taktik und absoluter Einsatzwille kennzeichnen traditionell die Spielweise der Iren. Trainer McCarthy, der als erster Ire zunächst als Spieler und dann als Trainer an einem WM-Turnier teilnimmt, legt allerdings im Gegensatz zu seinen Vorgängern Wert auf Kombinationsfußball und gepflegtes Flachpassspiel.

Allerdings schickte McCarthy seinen einzigen Superstar Roy Keane, Mittelfeldmotor bei Manchester United, nach dessen heftiger Kritik an ihm und dem irischen Fußballverband nach Hause. So bleiben Außenverteidiger Ian Harte und dessen Teamkollege Robbie Keane von Leeds United als Leistungsträger. Die beiden Keanes sind übrigens nicht miteinander verwandt.

Größter WM-Erfolg für das 3,8-Millionen-Einwohner-Land war 1990 in Italien unter der englischen Legende Jack Charlton der Einzug ins Viertelfinale. Insgesamt aber fällt die Bilanz bei ihren einzigen beiden WM-Endrunden 1990 und 1994 enttäuschend aus: Nur einem Sieg stehen fünf Remis und drei Niederlagen gegenüber.