Italienische Regierung will Clubs an Sicherheitskosten beteiligen - DER SPIEGEL
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Italienischer Fußball Regierung will Clubs an Sicherheitskosten beteiligen

Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi hat sich dafür ausgesprochen, dass Fußballclubs an den Kosten für die Sicherheit beteiligt werden. Zudem fordert der Politiker ein lebenslanges Stadionverbot für Gewalttäter.
Sicherheitskräfte beim italienischen Pokalfinale: Clubs sollen zahlen
Sicherheitskräfte beim italienischen Pokalfinale: Clubs sollen zahlen

Sicherheitskräfte beim italienischen Pokalfinale: Clubs sollen zahlen

Foto: Ettore Ferrari/ dpa
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Hamburg - Die italienische Regierung will die Fußballclubs nach den heftigen Ausschreitungen rund um das Pokalfinale zwischen dem SSC Neapel und dem AC Florenz künftig an den Kosten für die Polizei beteiligen. "Die Sicherheit in den Stadien darf nicht nur auf den Schultern der Steuerzahler lasten, sondern muss auch von den Clubs getragen werden", sagte Ministerpräsident Matteo Renzi, der beim Skandalspiel am Samstag in Rom auf der Tribüne saß. Rund 12,5 Millionen Euro im Jahr kosten die etwa 6000 Polizisten, die für die Sicherheit rund um die Stadien eingesetzt werden müssen.

Renzi sprach sich zudem für die Einführung einer lebenslangen Stadionsperre für gewalttätige Anhänger aus. "Wir werden den Fußball nicht den Hooligans überlassen. Der Vorfall am Samstag soll Anlass zu einer Wende sein. Wir wollen die Stadien wieder den Familien und jenen zurückgeben, die mit Freude an einem Sportereignis teilnehmen wollen." Eine Stadionsperre ist in Italien bisher auf fünf Jahre begrenzt, Wiederholungstätern droht eine Sperre von weiteren fünf Jahren.

Vor dem Pokalfinale war ein Fan durch Schüsse so schwer verletzt worden, dass er zweitweise in Lebensgefahr schwebte. Der Zustand des Neapel-Anhängers hat sich inzwischen aber etwas gebessert. Er befinde sich inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr, könnte aber gelähmt bleiben, teilten die behandelnden Ärzte mit. Der 30-Jährige musste sich einer mehrstündigen Operation unterziehen, bei der ihm eine Kugel entfernt wurde. Die Kugel hatte seine Lunge durchbohrt und steckte nahe der Wirbelsäule fest.

ham/sid