Italienischer Fußball: Angst vorm Essen - DER SPIEGEL
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Italienischer Fußball Angst vorm Essen

Die neuesten Dopingfälle in der Serie A verunsichern die italienischen Clubs im Meisterschaftsendspurt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Rom - Nach den positiven Proben von Fernando Couto (Lazio Rom) und Edgar Davids (Juventus Turin) spekulieren die Medien über 50 weitere Dopingfälle. Nationalcaoch Giovanni Trapattoni verlangt eindeutige Beweise.

"Wir sind alarmiert. Man weiß nicht, wer der Nächste ist. Ich habe schon Angst, Wasser zu trinken", erklärt Alessandro Del Piero, Mittelfeldstar von Rekordmeister Juventus Turin. "Wir Spieler sind Opfer. Wir wollen wissen, was wir zu uns nehmen", sagt Lazio-Kapitän Alessandro Nesta und thematisiert die Angst der Spieler, über Wasser, Fleisch oder Nahrungsergänzungsmittel, verbotene Substanzen aufzunehmen.


Trapattoni will Klarheit


Rückendeckung für die These vom "unbewussten Doping" erhalten die Akteure von Trapattoni. "Es gibt zu viele Unklarheiten. Man muss Klarheit schaffen, auch was die Nahrungsmittel anbelangt", sagt der Coach der Squadra Azzurra vor dem Länderspiel am Mittwoch in Perugia gegen Südafrika. Der ehemalige Coach von Inter Mailand, Marcello Lippi, ist überzeugt: "Nandrolon muss in den Nahrungsmitteln enthalten sein. Sonst ist es nicht zu erklären, wie ein Spieler fünf- bis sechsmal getestet wird, aber nur einmal auffällt."

Unterdessen werden die Kontrollen ausgeweitet, es wird mit 50 neuen Fällen gerechnet. Einen weiteren Dopingsünder soll es auch bei Juventus Turin geben. Der Name wird allerdings bisher geheimgehalten.