Jan Kirchhoff: Weltmeister dank Pep Guardiola - nicht Jogi Löw - DER SPIEGEL
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Ex-Bayern-Profi Kirchhoff Weltmeister dank Guardiola und Klopp - nicht wegen Löw

Der ehemalige Bayern-Spieler Jan Kirchhoff hat beim FC Sunderland in England sein Glück gefunden. Trotzdem hält er Josep Guardiola für den besten Trainer der Welt - und ganz ausdrücklich nicht Joachim Löw.
Sunderlands Jan Kirchhoff
Sunderlands Jan Kirchhoff

Sunderlands Jan Kirchhoff

Foto: Richard Sellers/ AP
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Der ehemalige Bundesligaprofi Jan Kirchhoff hat in einem Interview in den höchsten Tönen von Josep Guardiola und Jürgen Klopp geschwärmt - und einen Seitenhieb auf Bundestrainer Joachim Löw verteilt.

"Ich denke nicht, dass wir wegen unseres unglaublichen Bundestrainers Weltmeister geworden sind. Ich denke, wir wurden es wegen Guardiola und Klopp", sagte der Spieler des Premier-League-Klubs FC Sunderland der englischen Zeitung "The Guardian": "Die talentierten Spieler haben all das, was sie von ihren Vereinstrainern gelernt haben, in die Nationalmannschaft eingebracht." Kirchhoff selbst hat es bisher nicht in die DFB-Auswahl geschafft, in der U21 gehörte er von 2010 bis 2012 zu den Stammkräften.

Kirchhoff wechselte in der vergangenen Winterpause nach Sunderland und hat dort noch einen Vertrag bis 2017. Allerdings steht er mit seinem Klub nach der 0:2-Niederlage gegen Tabellenführer Leicester City weiter auf einem Abstiegsplatz.

Manchester City prophezeit Kirchhoff mit Guardiola als Trainer eine große Zukunft. "Er wird ohne Probleme den Meistertitel gewinnen und die Liga verändern, wie man es noch nie zuvor gesehen hat", sagte der 25-Jährige über seinen Ex-Trainer beim FC Bayern: "Er wird eines der größtes Teams aufbauen, das man je gesehen hat. Man wird eine ganz andere Art von Fußball sehen."

Dies sei der Effekt, den man in Deutschland erlebt habe: "Wir hatten eine Menge junger, talentierte Spieler in den besten Mannschaften. Und die hatten wirklich gute Trainer: Jürgen Klopp in Dortmund und Pep Guardiola bei Bayern München. Deshalb ist das Nationalteam regelrecht explodiert."

England könnte Aufschwung erleben

Wie sehr Englands Auswahlmannschaft vom Einfluss der beiden profitiert, hänge davon ab, "wie viele englische Spieler Guardiola bei City haben wird. Wenn er viele Engländer hat, wird sich England sehr verbessern". Schon jetzt sei dank der guten Arbeit von Mauricio Pochettino bei Tottenham eine Verbesserung in der englischen Mannschaft zu erkennen. "Ich denke, die gesamte Liga wird sich verbessern, durch Guardiola, durch Pochettino - und durch Klopp in Liverpool."

Über seinen Klubcoach Sam Allardyce sagte Kirchhoff: "Pep ist der beste Trainer der Welt, deshalb kann ich das über Sam nicht auch noch sagen. Aber er ist auch gut." Auch Klopp lernte Kirchhoff in dessen letztem Jahr als Mainz-Trainer persönlich kennen.

Seinen Wechsel nach England bezeichnete Kirchhoff als "besten Schritt meines Lebens. Wir alle suchen nach Glück, und hier bin ich wirklich glücklich. Fußball ist mehr als nur Erfolg". Er habe den "Kopf freibekommen", sagte er: "Vorher war ich, vor allem auf Schalke, wirklich unglücklich und habe mich überhaupt nicht wohlgefühlt. Schalke war eine schlechte Zeit - und als ich nach München zurückkam, war ich nur verletzt und in der Reha."

krä/sid