Präsidentschaftskandidat Champagne will die Fifa transparent machen
Fifa-Präsidentschaftskandidat Champagne: 400 neue Fußballülätze
Foto: AP/dpaHamburg - In einem neunseitigen Brief an alle 209 Fifa-Mitgliedsverbände hat Jérôme Champagne Maßnahmen vorgestellt, wie er den Fußballweltverband reformieren und transparenter machen will. Der Franzose, bislang einziger Gegenkandidat von Amtsinhaber Joseph Blatter bei der nächsten Fifa-Präsidentenwahl am 29. Mai 2015, will im Falle eines Sieges sein Gehalt und sein Vermögen bei Beginn sowie am Ende seiner Präsidentschaft offenlegen. Blatter weigert sich beharrlich, sein Gehalt öffentlich zu machen. Auch sollen die Sponsorenverträge der Fifa offengelegt werden.
Champagne kritisiert in seinem Brief gleichzeitig, dass die Fifa rund 780 Millionen Euro Verwaltungskosten ausweist, aber nur etwa 700 Millionen in Entwicklungshilfe steckt. Er verspricht deshalb eine Senkung der Verwaltungskosten um fünf Prozent und die Investition dieser Gelder in Entwicklungshilfe. So schlägt er vor, 400 neue Fußballplätze in Entwicklungsländern zu bauen. Zudem plädiert Champagne dafür, mehrere Inseln in Ozeanien als eigenständige Mitglieder anzuerkennen und armen Ländern Zuschüsse für ihre Reisekosten zu Auswärtsspielen zu gewähren.
Ob der 56-Jährige all seine Vorhaben auch umsetzen kann, ist sehr fraglich. Dem ehemaligen Blatter-Berater werden gegen den Amtsinhaber kaum Chancen bei der Wahl eingeräumt.