Premier League Klopp wütet gegen Verband und Journalisten
Jürgen Klopp
Foto: Ian MacNicol/ Getty ImagesZwei Elfmeter für den Gegner, ein nicht gegebener Freistoß kurz vor dem Ende für sein Team und der erste Punktverlust nach vier Siegen in Folge: Jürgen Klopp war schon nach dem ersten Spiel des neuen Jahres bedient. Im Anschluss an das enttäuschende 2:2 beim Tabellen-18. FC Sunderland ärgerte sich der Trainer des FC Liverpool vor allem erneut über die Ansetzungen des englischen Fußballverbands FA.
Denn für die Reds, aktuell Tabellenzweiter der Premier League, war es die dritte Partie innerhalb von sieben Tagen. "Es ist für mich sehr schwierig, das Spiel zu bewerten, weil ich so etwas noch nicht erlebt habe. Ich habe keine Ahnung, was ich hätte erwarten können", sagte Klopp: "Ich weiß, dass wir besser Fußball spielen können, aber ich habe keine Ahnung, ob es heute möglich gewesen wäre."
Die Elfmeterentscheidungen für Sunderland selbst seien zwar vertretbar gewesen, dem 2:2 sei jedoch ein Freistoß vorausgegangen, der nicht berechtigt gewesen sei: "Es gab keinen Kontakt. Das habe ich schon im Spiel gesehen, und der Vierte Offizielle hat es auch gesehen", sagte Klopp. Dennoch gab es den Freistoß, den Sadio Mané mit der Hand abblockte und damit den Elfmeter verursachte. Bei der Frage, ob Klopp irgendeine Schuld bei Mané für dessen Handspiel sehen würde, wurde es dem Coach zu viel: "Oh mein Gott. Wollen Sie das Jahr wirklich mit dieser Frage beginnen?"
"Entschuldigung für meine Stimmung"
Auf der anderen Seite sei zudem ein klares Foul an Daniel Sturridge, der sogar angeschlagen ausgewechselt werden musste, nicht gepfiffen worden: "Das war eine ähnliche Situation, ein Freistoß am Strafraum. Da hätten wir die Chance gehabt, jemandem den Ball an den Arm zu schießen."
Wie er nach der Partie rüberkam, war Klopp durchaus bewusst: "Vielleicht sehe ich nicht wie der beste Verlierer der Welt aus, aber damit habe ich kein Problem." Kurz bevor er das Podest verließ, sagte er dann noch: "Entschuldigung für meine Stimmung."
Durch Liverpools Remis kann Spitzenreiter FC Chelsea am Mittwoch (21 Uhr) - mit dem dritten Spiel innerhalb von zehn Tagen - auf acht Punkte davonziehen. Liverpool hat nun erstmals wieder eine kleinere Pause, bevor wieder drei Partien innerhalb kurzer Zeit anstehen: Auf die dritte Runde des FA Cups gegen Plymouth Argyle (8.1.) folgt das Halbfinale des League Cups beim FC Southampton (11.1.). Dann steht das wichtige Ligaspiel bei Manchester United an (15.1.).