Jugendfußball: Tore gegen Terror - DER SPIEGEL
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Jugendfußball Tore gegen Terror

Terroristische Anschläge wurden befürchtet. Dennoch traten jugendliche Fußballspieler aus München, Israel und Palästina gegeneinander an. Bei einem Spiel in der Münchner Allianz-Arena setzten sie heute ein Zeichen für eine friedliche Zukunft im Nahen Osten.
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Münchnen - Klingt zunächst nicht sonderlich spektakulär: Die U-17 Auswahl des FC Bayern München gewinnt ein Freundschaftsspiel mit 4:0 Toren. Uli Hoeneß' Begeisterung kannte dennoch keine Grenzen. "Das war das Spiel des Jahres", so der Bayern-Manager. Dass auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Ministerpräsident Edmund Stoiber diese Einschätzung teilten, hatte mit dem Sportlichen wenig zu tun - es war ein Politikum. Denn in der Allianz-Arena traf heute die Jugendmannschaft des FC Bayern auf eine Auswahl von Jugendlichen aus Israel und Palästina. "Ein Spiel für den Frieden mit historischem Wert und unheimlicher Aussagekraft", sagte Uli Hoeneß.

Der Kick hatte bereits im Vorfeld für großen Wirbel gesorgt, weil Anschläge von Terroristen befürchtet wurden. Von den geladenen 66.000 Schulkindern kamen daher nur 44.000 ins Stadion; zahlreiche Schulklassen hatten kurzfristig ihre Teilnahme wegen Sicherheitsbedenken abgesagt. Dennoch freuten sich die Verantwortlichen über die geglückte Veranstaltung. "Das war einzigartig. Alle sind froh, dass es so wunderbar gelaufen ist", sagte Rummenigge.

Der Vorstandsvorsitzende der Münchner hatte das Fußballspiel gemeinsam mit dem stellvertretenden israelischen Ministerpräsidenten Schimon Peres eingefädelt. Peres, der das Match im Stadion verfolgte, nahm im Anschluss einen Scheck über 50.000 Euro entgegen. Das Geld kommt seiner "Friedens-Stiftung" zugute, die sich für eine friedliche Zukunft im Nahen Osten einsetzt.

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