Juventus Turins Trainer Antonio Conte hat Freispruch gefordert - DER SPIEGEL
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Kurzpässe Rauball verspricht Stehplatz-Erhalt, Conte will Freispruch

Ligapräsident Reinhard Rauball will in jedem Fall die Stehränge in Stadien erhalten. Juventus Turins Trainer Antonio Conte hat erneut seine Unschuld beteuert. Außerdem: Beim Europa-League-Spiel von Hannover in Breslau sind Fan-Utensilien aus Sicherheitsgründen nicht erwünscht.
DFL-Präsident Rauball: "An die Stehplätze lassen wir niemanden ran"
DFL-Präsident Rauball: "An die Stehplätze lassen wir niemanden ran"

DFL-Präsident Rauball: "An die Stehplätze lassen wir niemanden ran"

Foto: Wolfgang Kumm/ dpa
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Hamburg - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat sich für den Erhalt der Stehränge ausgesprochen. "An die Stehplätze lassen wir niemanden ran", sagte Ligapräsident Reinhard Rauball bei einer Podiumsdiskussion des Pay-TV-Senders Sky. "Stehplätze abzuschaffen wäre gleichbedeutend damit, am Kulturgut Fußball zu kratzen", so der 65-Jährige. Rauball widersprach energisch den Aussagen von Fanvertretern, die Umwandlung in reine Sitzplatz-Stadien wäre längst beschlossene Sache. "Diese Gerüchte sind vollkommen abwegig."

Juventus Turins Trainer Antonio Conte hat in der italienischen Wettaffäre erneut seine Unschuld beteuert und einen Freispruch in der Berufungsverhandlung gefordert. "Ich war nie an Ergebnisabsprachen beteiligt und habe nie auch nur davon gewusst", sagte der 44 Jahre alte Coach der "Gazzetta dello Sport". Sein einziger Fehler sei gewesen, auf Anraten seiner Anwälte zunächst einen Vergleich mit einer Sperre von drei Monaten anzustreben. Im Wettprozess hatten seine Verteidiger am Montag vor dem Bundesgericht des italienischen Fußballverbands FIGC einen Freispruch gefordert. Das Urteil des Berufungsgerichts wird am Mittwoch erwartet. In erster Instanz war Conte zu einer Sperre von zehn Monaten verurteilt worden.

Fan-Utensilien sind beim Europa-League-Spiel von Hannover 96 in Breslau aus Sicherheitsgründen nicht erwünscht. Die Polizei in Hannover hat den Anhängern des Bundesligaclubs geraten, auf Trikots, Mützen oder Schals während der Anreise und in der Stadt zu verzichten. Übergriffe auf erkennbare Fans von Gastvereinen seien in der polnischen Ultra-Szene üblich, teilten die Beamten mit. Rund 3000 96-Sympathisanten wollen ihr Team im Playoff-Hinspiel am Donnerstag (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) beim polnischen Meister Slask Breslau unterstützen.

Die Europäische Fußball-Union Uefa hat gegen zwei Spieler des mazedonischen Erstligisten FK Rabotnicki Skopje jeweils eine einjährige Doping-Sperre verhängt. Die Profis Milovan Petrovic und Dino Najdoski wurden am 18. August 2011 nach der Partie ihres Clubs in der Qualifikation zur Europa League gegen Lazio Rom (0:6) positiv auf Dopingmittel getestet. Neben den Spielern wurden auch Physiotherapeut Darko Velcevski und Mannschaftsarzt Mihajlo Ivanovski für drei beziehungsweise zwei Jahre für alle mit dem Fußball zusammenhängenden Betätigungen gesperrt. Zudem ist Rabotnicki Skopje für eine Spielzeit von allen europäischen Vereinswettbewerben ausgeschlossen worden. Die Strafe für den Club wurde allerdings auf vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

Der deutsche Trainer Peter Zeidler ist in Frankreich vom Zweitliga-Schlusslicht FC Tours von seinem Amt als Chefcoach entbunden worden. Der 49-jährige frühere Assistenztrainer des Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim sei wegen "unbefriedigender Ergebnisse" des Postens enthoben worden, teilte der Club mit. Der Deutsche bleibe aber vorerst in Diensten des Vereins, hieß es. Interimstrainer werde für die kommenden drei Spiele der Coach der Reservemannschaft, Bernard Blaquart. Zeidler hatte im Juni vergangenen Jahres in der Stadt an der Loire einen Zweijahresvertrag unterzeichnet und in seiner ersten Saison den Verein immerhin auf Platz sechs der Ligue 2 geführt. Diese Spielzeit holte der FC nach vier Runden der zweiten Liga aber nur einen Punkt.

Zweitligist 1. FC Köln hat acht Personen in Regress genommen, die an den Zwischenfällen beim letzten Heimspiel der vergangenen Bundesliga-Saison gegen Bayern München beteiligt gewesen sein sollen. Gegen sie wurden bundesweite Stadionverbote bis zum 31. Dezember 2014 ausgesprochen, zudem wird der Verein zivilrechtliche Schritte gegen die Verursacher einleiten. Kurz vor Abpfiff des Heimspiels gegen die Bayern am 5. Mai hatten Kölner Zuschauer eine große Menge an Rauchpulver gezündet und damit den kompletten Block in eine schwarze Rauchwolke gehüllt. Nach Spielschluss war eine Gruppe von Kölner Anhängern über die Zäune in den Stadioninnenraum geklettert.

jar/sid/dpa