Kaderdebatte: Löw kontert Kritik - DER SPIEGEL
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Kaderdebatte Löw kontert Kritik

Der Bundestrainer hat auf die Vorwürfe zur Zusammenstellung der Nationalmannschaft für das Testspiel gegen Dänemark reagiert. Auch Theo Zwanziger bezog Position zur Diskussion um die vorzeitige Abreise von acht Stammspielern.
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Hamburg - Nach der Kritik aus den Reihen der dänischen Nationalmannschaft hat Bundestrainer Joachim Löw den Einsatz seines Perspektiv-Kaders im ARD-Hörfunk verteidigt: "Man fordert ja in Deutschland immer, junge Spieler zu fördern. Alle sprechen davon, wir tun es. Im Oktober vergangenen Jahres haben wir bereits darüber gesprochen und es dann auch relativ schnell transparent gemacht."

Löw verzichtet in der Duisburger MSV-Arena auf acht Stammspieler und hat sechs Neulinge in seinen Kader berufen. Löw glaubt nicht, dass mit dem Fehlen der WM-Stars ein Imageverlust einhergeht und sagte: "Man spürt seit vielen Monaten, dass die Nationalmannschaft einen hohen Stellenwert und viele Sympathien genießt. Die Leute freuen sich auf der Straße. Das ist auch eine Bestätigung für unsere Arbeit und unseren Kurs." Er erwähnte auch noch einmal die Verdienste seines Vorgängers Jürgen Klinsmann, der vor zwei Jahren diese Revolution eingeleitet hätte.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) reagierte außerdem auf die Kritik von enttäuschten Fans, die in Duisburg die stärkste Elf erwartet hatten. So können Zuschauer der Partie gegen Dänemark bis zum 5. April ihre Eintrittskarte in die DFB-Zentrale nach Frankfurt/Main schicken und damit eine Ticketoption für ein Heimspiel der EM-Qualifikation in diesem Jahr erwerben. Außerdem erhalten alle Besucher des Länderspiels am Mittwochabend in der neuen MSV-Arena vom DFB einen Fan-Schal und eine Kappe.

Verbands-Präsident Theo Zwanziger hatte angekündigt, sich etwas für die Fans einfallen zu lassen, "die die Karten in dem Glauben erworben haben, ihre WM-Idole zu sehen." Die Entscheidung von Löw, Perspektivspieler zum Einsatz zu bringen, werde von der DFB-Führung jedoch "hundertprozentig mitgetragen", betonte Zwanziger. Dänemarks Trainer Morten Olsen hatte sich gestern verärgert zu den Planspielen von Löw geäußert:"Deutschland war bei der WM ein großartiger Gastgeber. Aber das ist respektlos vom DFB und sehr, sehr egoistisch."

jr/dpa