Kampf gegen Doping Fifa will Bluttest einführen
Tokio - Mit den umfangreichsten Kontrollen in der Geschichte des Fußballs sollen bei der Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea mögliche Dopingsünder aufgespürt werden. Der Weltverband Fifa informierte am Donnerstag beim Workshop in Tokio die WM-Teilnehmer darüber, dass sie sich auf Trainingskontrollen einrichten müssen. Auch werde nach den Ereignissen bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City erwogen, erstmals bei einer Fußball-WM Bluttests durchzuführen. Der Beschluss, den die Fifa-Exekutive auf ihrer nächsten Sitzung treffen muss, ist nur noch Formsache. Zudem änderte die Fifa die Zuständigkeiten bei Doping-Fällen, die nun nicht mehr vom WM-Organisationskomitee, sondern vom Disziplinar-Ausschuss der Fifa verhandelt werden.
Bisher nur Urintests
"Wir haben uns bereits mit Darbepoetin beschäftigt und denken daran, ähnliche Verfahren einzuführen wie in Salt Lake City. Wir werden wohl auch Blutproben nehmen", sagte Jiri Dworak vom sportmedizinischen Fifa-Komitee. Bisher gab es im Fußball lediglich Urintests. Die Fifa hatte ohnehin bereits angekündigt, bei allen WM-Teilnehmern in diesem Jahr strenge Kontrollen vorzunehmen.
Beabsichtigt wird, bei mindestens einem Länderspiel im Vorfeld der WM Dopingproben zu nehmen. Zudem sollen im Umfeld der WM unangemeldete Fifa-Dopingkontrollen in den Mannschaftsquartieren
erfolgen. Pro Spiel werden dann abermals je zwei Akteure pro Team ausgelost und kontrolliert.