Bayern-Chef Rummenigge fordert Verkürzung der Transferperiode
Rummenigge: "Schön wäre eine Eins vor dem Komma"
Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty ImagesBayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge fordert eine Verkürzung des Zeitraums für Spielerverkäufe. "Ich fände es völlig ausreichend, wenn die Transferperiode acht Wochen dauert und schon am 31. Juli endet. Der Markt sollte schließen, bevor die Ligen starten", sagte Rummenigge der "Süddeutschen Zeitung".
"Diese Stimmen gibt's auch international", sagte der Bayern-Vorstand. "Ich habe den Eindruck, dass eine große Mehrheit eine Verkürzung befürwortet. Ich befürworte das auch - wie übrigens auch Uefa-Präsident Michel Platini."
In der gerade zu Ende gegangenen Transferperiode hatte die englische Premier League mit Ausgaben von rund 1,185 Milliarden Euro einen Rekord aufgestellt. England hat damit nach Berechnungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte dreimal so viel investiert wie die Bundesliga. "Wir haben erst die Spitze des Eisbergs gesehen", sagte Rummenigge.
In England tritt ab der kommenden Saison ein neuer Fernsehvertrag mit einem Volumen von 2,3 Milliarden Euro jährlich in Kraft. "Die Transfer-Tsunami-Welle wird an Gewalt und Höhe noch einmal zunehmen", vermutet der Bayern-Chef - und fordert eine Reaktion.
"Die Bundesliga muss beim neuen Fernsehvertrag auf wesentlich bessere Zahlen kommen als aktuell", sagte Rummenigge. "Schön wäre, wenn es der DFL mit Unterstützung der Bundesliga gelänge, aus 500 Millionen eine Einskomma-X zu machen", sagte der Bayern-Boss. Die Ausschreibung der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die Medienrechte ab der Saison 2017/2018 startet im Herbst.