Karriereende Jens Todt gibt auf
Stuttgart - Der VfB Stuttgart wird den bis Juni 2004 laufenden Vertrag mit seinem Mittelfeldspieler Jens Todt, 33, vorzeitig auflösen. Den dreimaligen Nationalspieler plagen seit rund drei Jahren Probleme am Knöchel. Die Schmerzen konnten nur durch Spritzen gelindert werden, eine Heilung konnten die behandelnden Ärzte an der Uni-Klinik nicht garantieren.
"Es war deshalb Zeit, die Reißleine zu ziehen", sagte Todt und bat deshalb um die Auflösung seines Kontraktes zum Saisonende. "Ich hätte mir einen schöneren Abschluss meiner Laufbahn vorgestellt", sagte er der "Stuttgarter Zeitung". Für den VfB Stuttgart bestritt Jens Todt 41 Bundesligapartien, die letzte am 24. August vergangenen Jahres bei Meister Borussia Dortmund.
Pokalsieg mit Bremen
Insgesamt brachte er es auf 208 Erstligaspiele für den SC Freiburg, Werden Bremen und den VfB, in den er 21-mal ins Schwarze traf. Bevor er 1999 nach Stuttgart kam, stieg er 1993 mit den Freiburgern in die erste Liga auf und wechselte dann nach Bremen. Dort konnte der Familienvater mit dem DFB-Pokalsieg 1999 (Sieg im Elfmeterschießen gegen Bayern München) seinen größten Erfolg feiern.
Felix Magath bedauert das Karriereende des Routiniers. "Er ist ein Führungsspieler, wie ihn diese junge Mannschaft braucht", sagte der Trainer, der damit ab Saisonende nach Mittelfeldmotor Krassimir Balakow auf den zweiten Akteur an den Schaltstellen des VfB-Spiels verzichten muss. Der Bulgare Balakow wird dem VfB aber als Co-Trainer und Repräsentant verbunden bleiben.
Jens Todts durfte 1996 auch den Gewinn des Europameistertitels der deutschen Nationalmannschaft mitfeiern. Obwohl bei der EM nicht eingesetzt, wurde der damals in Bremen spielende Todt von Bundestrainer Berti Vogts während des Turniers nachnominiert.