Klinsmann-Assistent: "Positive Gespräche" mit Osieck - DER SPIEGEL
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Klinsmann-Assistent "Positive Gespräche" mit Osieck

Die Suche nach einem neuen Trainergespann für die Nationalelf scheint beendet zu sein. Einen Tag nach der prinzipiellen Einigung mit Jürgen Klinsmann als Teamchef vermeldet der DFB „positive Gespräche“ mit dem als Co-Trainer vorgesehenen Holger Osieck.
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Hamburg - Der jetzige Leiter der Abteilung für technische Entwicklung bei der Fifa soll Klinsmanns Assistent werden. DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, Franz Beckenbauer und Horst R. Schmidt trafen sich am Mittwochabend mit Osieck in Zürich.

Osiek arbeitete von 1987 bis 1990 bereits unter Teamchef Franz Beckenbauer als Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Da Beckenbauer keinen Trainerschein besaß, hatte Osiek sogar den offiziellen Titel "Trainer der Nationalmannschaft". Nach dem Titelgewinn bei der WM 1990 in Italien ging er mit Beckenbauer zusammen für eine Saison zu Olympique Marseille. Danach versuchte sich Osiek als Cheftrainer beim VfL Bochum (1991/92). Weitere Stationen waren Fenerbahce Istanbul (1993/94), Urawa Red Diamonds (1995/96) und Kocaelispor (1997/98). Von 1998 bis 2003 war Osiek Trainer der kanadischen Nationalmannschaft, mit der er 2000 mit einem 2:0-Finalesieg gegen Kolumbien den Gold-Cup gewann. Zuletzt stand er als Repräsentant in Diensten der Fifa.

"Wenn wir vier Wochen nach dem überraschenden Rücktritt von Rudi Völler eine so überzeugende Lösung präsentieren könnten, wäre der DFB mal wieder besser als sein Ruf", sagte Pressesprecher Harald Stenger. Er bestätigte damit indirekt die sich anbahnende Lösung. Zugleich widersprach er Kommentaren, in denen vom "Chaos bei der Trainersuche" die Rede ist.

Der DFB bestätigte die am Vortag bekannt gewordenen Pläne nicht, denn zunächst sollen die Verträge mit dem beteiligten Trio perfekt gemacht werden. "Die Gespräche mit Osieck werden fortgesetzt", sagte Stenger lediglich.

Mit dem im Personal-Puzzle als Team-Manager eingeplanten Oliver Bierhoff wurde bisher noch nicht gesprochen. Der Europameister von 1996 hatte aber seine Bereitschaft zur Mitarbeit bereits signalisiert. Ein Problem könnte sein, dass der Golden-Goal-Schütze im EM-Finale 1996 bei Sat.1 als Champions-League-Kommentator unter Vertrag steht. "Ich könnte mir vorstellen, dass beide Tätigkeiten miteinander zu vereinbaren wären", betonte Sportchef Erich Laaser.

Der DFB arbeitet mit Hochdruck und will möglichst rasch Vollzug melden. "Wir haben uns vorgenommen, bis zum Sonntag eine endgültige Lösung vorzulegen", sagte Hackmann.