Klopp-Interview: "Eine wahnsinnige Show" - DER SPIEGEL
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Klopp-Interview "Eine wahnsinnige Show"

Das erste Spiel des FSV Mainz im Europapokal endete mit einem deutlichen Sieg für den Bundesligisten. Trainer Jürgen Klopp war entsprechend zufrieden. Nur eines störte den Jungcoach: Der Gegner aus Armenien war keine wirkliche Herausforderung für sein Team.
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Frage:

Herr Klopp, nach dem 4:0 gegen den armenischen Pokalsieger FC Mika Aschtarak steht der FSV Mainz 05 praktisch schon in der zweiten Qualifikationsrunde des Uefa-Cups. Haben Sie mit einem so leichten Einstand im internationalen Fußball gerechnet?

Klopp: Was sich die Jungs nach drei Wochen Vorbereitung abverlangt haben, war großartig. Insgesamt haben wir aber sicher mit mehr Gegenwehr gerechnet. Eigentlich müsste es nach dem 4:0 jetzt gelaufen sein. Aber wir werden trotzdem nach Armenien fahren und wieder versuchen, vernünftigen Fußball zu spielen.

Frage: Insbesondere Neuzugang Petr Ruman hat einen hervorragenden Eindruck hinterlassen und gleich sein erstes Tor erzielt. Was erwarten Sie von ihm für die anstehende Bundesliga-Saison?

Klopp: Er war wirklich sehr gut, überraschend gut. Dabei hatte er zuletzt noch Probleme mit dem Defensivverhalten. Petr hat sich völlig verausgabt und ist dafür mit dem ersten Tor in der Mainzer Europapokal-Geschichte belohnt worden. Diese Leistung erwarte ich mir von ihm auch in der Bundesliga.

Frage: Ist der Einzug in die Gruppenphase des Uefa-Cups für Mainz realistisch?

Klopp: Wir wollen solange im Wettbewerb dabei bleiben wie möglich. Unser Ziel ist und bleibt das Erreichen der Gruppenphase. Ich persönlich würde gerne alle drei bis vier Wochen im Uefa-Cup hier in Frankfurt spielen.

Frage: Vor dem Spiel gab es aber große Diskussionen um den Umzug der Mainzer in die Arena des Erzrivalen Eintracht Frankfurt. Wie haben Sie die Stimmung im fremden Stadion erlebt?

Klopp: Es war ein großartiger Abend vor einer tollen Kulisse. Die Zuschauer haben grandios Stimmung gemacht und eine wahnsinnige Show abgezogen. Es hat wirklich Spaß gemacht. Wenn wir zum Ende der Spielzeit den Klassenerhalt sicher haben und noch ein großer Gegner kommt, könnte man darüber nachdenken, auch in der Bundesliga mal in Frankfurt zu spielen.

Aufgezeichnet von Marc Schmidt, sid