Knie verdreht: Sorgen um Oliver Kahn - DER SPIEGEL
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Knie verdreht Sorgen um Oliver Kahn

Ersatzkeeper Michael Rensing kommt am nächsten Bundesliga-Spieltag in Mönchengladbach möglicherweise zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz im Tor des FC Bayern München. Am Donnerstag hatte sich Kapitän Oliver Kahn im Training eine Knieverletzung zugezogen und musste sich anschließend einer Kernspintomographie unterziehen.
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München - Ausgerechnet vor den anstehenden englischen Wochen (sieben Spiele in drei Wochen) bangt der FC Bayern München um Oliver Kahn. Beim lockeren Torschuss-Training am Donnerstag verdrehte sich der Bayern-Kapitän das Knie und musste sofort zum Arzt. Sein Einsatz gegen Borussia Mönchengladbach am kommenden Samstag ist deshalb fraglich.

In der wichtigen Champions-League-Partie am Dienstag bei Olympique Lyon kann der deutsche Fußball-Meister aber wieder mit Kahn rechnen, denn die Diagnose am Donnerstagnachmittag brachte eine Entwarnung. "Doktor Müller-Wohlfahrt hat eine Kapselverletzung im rechten Knie festgestellt. Das ist keine dramatische Geschichte, aber man muss abwarten, wie das Knie über Nacht reagiert", sagte Bayern-Sprecher Markus Hörwick.

"Ich hoffe auf die Chance, dass Oliver nichts Gravierendes passiert ist", gab sich Trainer Ottmar Hitzfeld noch besorgt, als sich Kahn zur Kernspintomographie begab, "ich gehe davon aus, dass nichts gerissen ist. Wir wollen nichts dramatisieren, aber er ist fraglich." Falls Kahn länger ausfallen sollte, käme der 19-jährige Michael Rensing zum Zug. "Ich bin überzeugt, dass er der Nervenbelastung gewachsen wäre", sprach Hitzfeld dem jungen Mann das Vertrauen aus.

Insolvenz bei Bayern-Sponsor


Der Tag hatte für die Bayern schon aufregend begonnen, als der Rekordmeister vier Tage vor der Abreise nach Lyon von der Insolvenz ihres Sponsor-Partners Aero Lloyd überrascht wurde. Die Münchner fanden laut Manager Uli Hoeneß kurzfristig in der Gesellschaft LTU Ersatz für die Frankreich-Reise und befürchten offenbar auch keine finanziellen Verluste. Laut Hoeneß gibt es bereits Anfragen von anderen möglichen Sponsoren: "Heute morgen haben sich schon drei gemeldet, die dafür einspringen wollen." Die Charter-Fluggesellschaft Aero Lloyd ist ein so genannter "Classic-Sponsoringpartner" des deutschen Meisters, ein entsprechender Vertrag war erst im Mai bis 2008 verlängert worden.

Dass es etwaige Millionenverluste für die Bayern-AG geben könnte, dementierte Bayern-Sprecher Markus Hörwick. Die Vereinbarung mit der Fluggesellschaft habe vor allem Sachleistungen beinhaltet. "Der Vertrag hat im Moment noch Gültigkeit. Er geht ins Insolvenzverfahren ein. Wenn das Insolvenzverfahren eröffnet wird, werden wir weitersehen", so Hörwick.

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