Köln - Haching Keine Freude über Timms Treffer
Köln - Über sein erstes Bundesligator seit 1166 Minuten konnte sich U-21-Nationalspieler Christian Timm am Samstag nicht gerade freuen. In der 11. Minute des Heimspiels gegen die Spielvereinigung Unterhaching hatte er für seinen Verein, den 1. FC Köln, endlich wieder getroffen - und dann auch noch per Kopf, was ihm in der Bundesliga zuvor noch nie gelungen war.
Doch während der Stürmer hinterher sprachlos blieb und in den Bus entschwand, führte sein Trainer Ewald Lienen das Wort stellvertretend: "Es wäre mir lieber gewesen, er hätte heute kein Tor geschossen und wir das Spiel gewonnen." Am Ende mussten sich die Kölner nach einem Gegentor des Hsachingers Markus Oberleitner (46.) mit einer Punkteteilung zufrieden geben.
"Das Schlechteste, was uns passieren konnte"
Dass sich die Diskussionen nach dem Spiel vor allem um den Timm-Treffer drehten, hatte vor allem damit zu tun, dass die neunzig Minuten gegen den Abstiegskandidaten aus der Münchener Vorstadt für die mit nunmehr 41 Punkten geretteten Kölner äußerst enttäuschend verlaufen waren. "Wir haben quer und zurück gespielt. Der Gegentreffer war schließlich das Schlechteste, was uns noch passieren konnte", sagte Lienen, der bei seinen Spielern "den letzten Biss" vermisst hatte.
Lienen Hachinger Widerpart Lorenz-Günther Köstner, dessen Mannschaft nach nunmehr zwei gewonnenen Auswärtspunkten in Folge 30 Zähler aufweist und vor den verbleibenden fünf Spieltagen noch ein gutes Stück vom rettenden Ufer entfernt ist, gab sich geheimnisvoll: "Jeder Punkt bringt uns ein Stückchen mehr Sicherheit. Was er letztlich bringt, wird sich erst zeigen."
1. FC Köln - SpVgg Unterhaching 1:1 (1:0)
1:0 Timm (11.)
1:1 Oberleitner (46.)
Köln: Pröll - Bulajic, Sinkala, Dziwior, Keller - Scherz (64. Kurth), Voigt (75. Arweladse), Baranek, Springer, Kreuz - Timm
Unterhaching: Tremmel - Strehmel - Seifert (46. Cizek), Herzog, Hirsch - Haber, Oberleitner (81. Novak), Zimmermann, Schwarz - Bugera, Rraklli (64. Ahanfouf)
Schiedsricher: Berg (Konz)
Zuschauer: 25.000
Gelbe Karten: Springer (5/1), Keller (5) - Seifert (2), Oberleitner