Köln - Wolfsburg: Schonkost am Freitagabend - DER SPIEGEL
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Köln - Wolfsburg Schonkost am Freitagabend

Obwohl beide Mannschaften mit dem internationalem Geschäft liebäugeln, war im Spiel 1. FC Köln und VfL Wolfsburg nichts von diesen Ambitionen zu bemerken.
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Köln - Mit Fußball zum Abgewöhnen stolperten sich der 1. FC Köln und der VfL Wolfsburg zu einem armseligen 0:0. Vor 27.500 Zuschauern hatte am Freitagabend im Duell der Tabellennachbarn keine der beiden Mannschaften den Sieg verdient. Geißbock "Hennes", wegen der Maul- und Klauenseuche ausgesperrter Glücksbringer der Kölner, verpasste das schwächste Saison-Heimspiel "seines" FC, der sieben Spieler ersetzen musste. Bezeichnend für das schwache Niveau der Partie und das ängstliche Auftreten aller Beteiligten war der Umstand, dass es im gesamten Spiel keine nur eine vielversprechende Strafraumszene gab. In der 83. Minute klärte Kölns Ersatz-Libero Andrew Sinkala nach einem Kopfball von Charles Akonnors auf der Torlinie. Ansonsten waren alle Beteiligten vornehmlich darauf bedacht, ihr Tor abzusichern und keinen Schritt zuviel zu laufen.

Die Gastgeber konnten den personellen Aderlass nicht kompensieren, vor allem im Spielaufbau machte sich das Fehlen des gesperrten Kapitäns Dirk Lottner bemerkbar. Statisch, geprägt von vielen Fehlpässen, blieben die Kölner im Angriff ohne jede Durchschlagkraft und ohne zwingende Torchance.

Wolfsburg ohne Ideen


Die weitgehend in Bestbesetzung angereisten Wolfsburger waren in ihren Offensivbemühungen keinen Deut ideenreicher und boten eine enttäuschende Vorstellung. Ganz auf Defensive eingestellt, ohne Mut zum Risiko und ohne Ideen im Mittelfeld erfüllten die Niedersachsen die Vorgabe ihres Trainers Wolfgang Wolf, endlich einmal wieder ohne Gegentor zu bleiben. Im Angriff sorgte in der ersten Halbzeit lediglich der Ex-Kölner Frank Greiner mit zwei Distanzschüssen, die beide ihr Ziel verfehlten, für ein bisschen Gefahr.

Die Partie wurde auch nach dem Seitenwechsel nicht viel besser. Der kurz zuvor eingewechselte Wolfsburger Tomislav Maric verfehlte mit einem Drehschuss das Tor knapp (63.), Akonnor scheiterte in der 83. Minute mit einem Kopfball an Sinkala. Der 21-jährige Sambier, der im Winter vom FC Bayern München ausgeliehen wurde, zählte zu den wenigen positiven Erscheinungen auf dem Platz.

Von Dietmar Fuchs, dpa


1. FC Köln - VfL Wolfsburg 0:0 (0:0)
Köln: Pröll - Sinkala, Bulajic, Dziwior, Keller - Scherz (83. Donkov), Arweladse (65. Pivaljevic), Voigt, Kreuz - Timm, Kurth (65. Baranek)
Wolfsburg: Reitmaier - Hengen - Greiner, Biliskov, Schnoor - Müller (77. Munteanu), Akonnor, Weiser - Kühbauer - Juskowiak (57. Maric), Rische (71. Akpoborie)
Schiedsrichter: Fandel (Kyllburg)
Zuschauer: 28.000. Es fehlt Geisbock Hennes, der VII. (Stadionverbot als Schutzmaßnahme gegen die Maul- und Klauenseuche)
Gelbe Karten: - Biliskov (3)

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