Krise in Dortmund: Spieler lehnen Gehaltsverzicht ab - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Krise in Dortmund Spieler lehnen Gehaltsverzicht ab

Rund 15 Millionen Euro sind Borussia Dortmund mit der verpasste Qualifikation zur Champions League durch die Lappen gegangen. Deshalb fordert die Clubführung von den Spielern, auf 20 Prozent ihres Gehalts zu verzichten. Weil diese sich dagegen wehren, sind Notverkäufe nicht ausgeschlossen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dortmund - Das BVB-Präsidium soll in einer Krisensitzung angeboten haben, die Gelder einzufrieren und bei entsprechendem sportlichen Erfolg unter anderem im Uefa-Pokal zum Saisonende auszuzahlen. So sollen kurzfristig die entgangenen garantierten Einnahmen von rund 15 Millionen Euro aus der Champions League kompensiert werden.

Die Vorschläge der Club-Verantwortlichen stießen jedoch auf kollektive Ablehnung. Angeblich sollen die Spieler der BVB-Führung in einer hitzigen Diskussion sogar fahrlässige sportliche Versäumnisse und wirtschaftliche Fehlkalkulation vorgeworfen haben. Man lasse sich nicht "die Pistole auf die Brust setzen", zitierte die "Westfälische Rundschau" aus Teilnehmerkreisen.

Da sich den Borussen juristisch keine Möglichkeit bietet, Gehaltskürzungen durchzusetzen, sind so genannte Notverkäufe nicht ausgeschlossen. Interesse von ausländischen Clubs wie Real Madrid oder Manchester United besteht derzeit nur an Nationalspieler Christoph Metzelder. Dazu Sportdirektor Michael Zorc: "Wir werden nicht die Initiative ergreifen. Es gibt kein konkretes Angebot."

Mehr lesen über