Kritik an Schiedsrichter Manchesters Trainer Ferguson für fünf Spiele gesperrt
Trainer Ferguson: Sperre und Geldstrafe nach Schiedsrichter-Kritik
Foto: ANDREW YATES/ AFPHamburg - Alex Ferguson wird für insgesamt fünf Spiele gesperrt, teilte der englische Fußballverband FA am Mittwoch mit.
Mit der Entscheidung sanktioniert der Verband die Äußerungen des Trainers von Manchester United über Schiedsrichter Martin Atkinson nach der 1:2-Niederlage gegen den FC Chelsea am 1. März. In Interviews nach der Partie sagte Ferguson unter anderem: "Wir hatten auf einen fairen Schiedsrichter gehofft, zumindest auf einen starken - aber den haben wir nicht bekommen." Und weiter: "Das hatten wir nicht verdient. Das war das dritte Jahr in Folge, dass Schiedsrichterentscheidungen bei Chelsea das Spiel gewendet haben."
Dafür wurde er für drei Partien gesperrt. Die FA addierte außerdem eine Zwei-Spiele-Sperre, die im Oktober 2009 zur Bewährung ausgesetzt worden war.
Wayne Rooney (30.) hatte Manchester in der Begegnung in Führung geschossen. Nach der Pause erzielte Chelseas David Luiz (54.) den Ausgleich, ehe Frank Lampard einen Foulelfmeter zum 2:1-Siegtreffer (79.) verwandelte.
Zusätzlich muss Ferguson umgerechnet etwa 34.500 Euro zahlen. Die Sperre tritt am 22. März in Kraft. Damit kann Ferguson seine Mannschaft am kommenden Wochenende im Spiel gegen die Bolton Wanderers noch selbst betreuen. Danach wird er unter anderem beim Auswärtsspiel in London gegen den FC Arsenal fehlen. Gegen den derzeitigen Tabellenzweiten tritt der momentane Tabellenführer aus Manchester Anfang Mai an.
Auch im FA-Cup-Halbfinale gegen den Stadtrivalen Manchester City muss der 69-Jährige auf der Tribüne sitzen. Für die Champions League gilt die Sperre nicht. Manchester steht nach dem 2:1-Rückspiel-Erfolg gegen Olympique Marseille im Viertelfinale.
Ferguson hat 48 Stunden Zeit, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen.