Kurzpässe: Bayern will Ismaël loswerden, Schlaudraff behalten - DER SPIEGEL
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Kurzpässe Bayern will Ismaël loswerden, Schlaudraff behalten

Valerien Ismaël von Bayern München steht offenbar vor einem Wechsel zu Hannover 96. Dagegen wollen die Münchner weiter an Jan Schlaudraff festhalten. Im Mordfall Burgstaller hat die Polizei gegen zwei Verdächtige Anklage wegen Raubmordes erhoben.
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Hamburg - Abwehrspieler Valérien Ismaël vom FC Bayern München steht vor einem Wechsel zu Hannover 96. "Nach allem, was ich höre, geht er mit ziemlicher Sicherheit nach Hannover", sagte Bayerns Vorstands-Vorsitzender Karl- Heinz Rummenigge dem "kicker". Der 32-jährige Franzose, der in den Zukunftsplanungen von Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld keine Rolle mehr spielt, hat vom deutschen Rekordmeister bereits die Freigabe bekommen und könnte in der Winterpause wechseln.

Hannover ist an einer Verpflichtung Ismaëls interessiert. "Er ist ein erfahrener Mann, der nachgewiesen hat, dass er es kann", sagte 96-Sportdirektor Christian Hochstätter. Hannover will keine Ablösesumme für den Profi zahlen, der zur Saison 2005/2006 für acht Millionen Euro von Werder Bremen nach München gekommen war. Ein Wechsel nach Hannover sei vorstellbar, sagte Ismaël, der die Bayern ablösefrei verlassen möchte. In München läuft sein Vertrag noch bis Saisonende 2007/2008. Er könne sich nicht vorstellen, so Ismael, "dass der Verein für einen Mann, der nicht mehr spielt, eine Ablöse verlangt". Trotz einiger Anfragen aus dem Ausland wolle er in der Bundesliga bleiben.

Ismaels Wechsel ist davon abhängig, ob die Bemühungen der Bayern um den 18-jährigen Brasilianer Vinicius Rodrigues Borges, genannt Breno, vom FC Sao Paulo erfolgreich sind. Die Verhandlungen seien auf einem guten Weg, berichtete Rummenigge, "wenn Breno kommt, dann in der Winterpause".

Im Gegensatz zu Ismaël will der FC Bayern Jan Schlaudraff nicht ziehen lassen. Borussia Dortmund erhielt beim erneuten Versuch, sich mit Schlaudraff zu verstärken, eine Absage der Münchner. "Dortmund hat wieder angefragt, aber Bayern-Manager Uli Hoeneß sagt, ein Ausleihgeschäft komme nicht in Frage", sagte Schlaudraff den "Ruhr Nachrichten".

Der BVB hatte bereits in der Vorsaison sein Interesse an dem Offensivspieler bekundet, der im vergangenen Sommer von Alemannia Aachen zum FC Bayern gewechselt war. Schlaudraff kam in dieser Spielzeit bisher in der Bundesliga nicht über drei Kurzeinsätze hinaus, erhält beim Spitzenreiter allerdings keine Freigabe für einen Wechsel. "Man sei zufrieden mit mir", sagte Schaudraff.

In Südafrika ist ein 25-Jähriger und sein 21-jähriger Bruder wegen Raubmordes an Peter Burgstaller angeklagt worden. Der frühere österreichische Profi Burgstaller war am vergangenen Freitag auf einem Golfplatz in Durban erschossen worden. Das Gericht gewährte beiden Verdächtigen eine Woche Zeit, um einen Rechtsbeistand zu beantragen und einen Antrag auf Freilassung auf Kaution zu erwägen.

Sie waren am vergangenen Dienstag festgenommen worden und werden am 6. Dezember erneut vor dem Richter erscheinen müssen. Ein am vergangenen Samstag festgenommener Mann muss sich zwar wegen des illegalen Besitzes einer Feuerwaffe verantworten, wird aber nicht mehr mit dem Mord an Burgstaller in Verbindung gebracht.

Nach Berichten über ein offenbar gestohlenes Handy fehlten dem Toten nach einem Bericht der in Durban erscheinenden Zeitung "The Mercury" auch 320 Rand (etwa 32 Euro). Das Blatt berichtete zudem, dass Burgstaller entgegen anderen Angaben nicht in die Brust, sondern in den Rücken geschossen worden sei. Seine Frau, seine Schwester und deren Ehemann hatten gestern einen Kranz an der Stelle auf dem Golfplatz niedergelegt, an der der einst für den SV Salzburg als Torwart tätige Burgstaller erschossen worden war.

Francis Kioyo hat in die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Der Fußballprofi vom FC Energie Cottbus nahm die Einbürgerungsurkunde von Dieter Friese, Landrat des Spree-Neiße-Kreises, in Empfang. Kioyo verliert damit die Staatsbürgerschaft Kameruns. Der 28 Jahre alte Stürmer ist seit 1999 in Deutschland und spielte vor seinem Wechsel nach Cottbus für den 1. FC Köln und 1860 München. "Der deutsche Pass ist mir sehr nützlich", sagte der Profi. "Nun kann ich vielfach ohne Pass reisen. Ich freue mich, dass ich nun auch in Deutschland wählen gehen kann."

Werder Bremen muss auch im Spitzenspiel der Bundesliga am kommenden Samstag gegen den Hamburger SV (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf die Nationalspieler Tim Borowski und Clemens Fritz sowie auf Stammtorhüter Tim Wiese verzichten. "Sie werden uns nicht zur Verfügung stehen", sagte Trainer Thomas Schaaf. Im Gegensatz zum 3:2-Sieg gegen Real Madrid sind die in der Champions League nicht spielberechtigten Ivan Klasnic und John Jairo Mosquera sowie der gesperrte Diego im Kader. Zudem ist der zuletzt verletzt fehlende Leon Andreasen spielbereit.

Zwei Tage vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen am kommenden Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) hat sich die Personallage bei Hertha BSC leicht verbessert. "Von einem Lazarett würde ich nicht mehr sprechen", sagte Trainer Lucien Favre heute. Der Schweizer geht davon aus, dass die angeschlagenen Josip Simunic (Grippe), Steve von Bergen (Muskelverhärtung) und Marko Pantelic (Adduktoren-Probleme) beim Heimspiel im Olympiastadion wieder fit sind.

ulz/sid/dpa

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