Kurzpässe Bayerns Notelf, Cottbuser Ekel-Truppe
Hamburg - Bayern München bangt um Torjäger Miroslav Klose. Der Nationalspieler hatte sich am vergangenen Samstag beim 1:0-Sieg im Ligapokal-Finale gegen Schalke 04 an der Schulter verletzt und musste untersucht werden. "Ich hoffe, dass Miro nicht länger ausfallen wird", sagte Trainer Ottmar Hitzfeld heute nach dem Training.
Ohnehin wird der FC Bayern eineinhalb Wochen vor dem Bundesligastart von erheblichen Problemen geplagt und kann deshalb morgen beim Freundschaftsspiel gegen Zweitligist 1. FC Köln nur ein Rumpfteam aufbieten. Neben Klose werden Hamit Altintop (Probleme mit dem großen Zeh), Bastian Schweinsteiger (Erkältung), Franck Ribéry (Knieverletzung), Valerien Ismael, Lukas Podolski, Jan Schlaudraff, Luca Toni und Willy Sagnol (alle Rekonvaleszenten) sowie Lucio und Ze Roberto, die beide geschont werden, fehlen. Schweinsteiger wird ebenso wie Ribéry am Dienstag allerdings zwei Übungseinheiten absolvieren. Weltmeister Toni soll in dieser Woche auch das Training wieder aufnehmen, muss sich nach einem Muskelfaserriss aber noch einmal einer Kernspintomografie unterziehen.
Der Wechsel von Mittelfeldspieler Stephen Appiah zum FC Schalke 04 ist geplatzt. Das gab der Vizemeister heute in einer Pressemitteilung bekannt, nachdem Appiahs Arbeitgeber Fenerbahce Istanbul mitgeteilt hatte, den Kapitän der ghanaischen Nationalmannschaft nur im Tausch mit Nationalspieler Kevin Kuranyi freigeben zu wollen. "Wir werden die Akte auch nicht wieder aufmachen", sagte Schalke-Manager Andreas Müller.
Mittelfeldspieler Steffen Baumgart von Energie Cottbus verspricht der Liga-Konkurrenz auch in der kommenden Saison unangenehme Spiele gegen die Lausitzer. "Unser Stil wird sich nicht ändern. Arbeiten, kämpfen - das sind unsere Qualitäten", sagte Baumgart in einem Interview mit dem "kicker" und fügte an: "Wir sind die größte Ekel-Truppe der Liga, keiner will gegen uns spielen. Ich liebe dieses Image, es ist perfekt." Der 35-Jährige selbst will trotz teurer Neuverpflichtungen noch einmal um einen Stammplatz kämpfen: "Mein Ziel ist, von Anfang an zu spielen." Er wisse, dass er kein großer Techniker sei, "doch ich habe eine Art, die ankommt", sagte der Cottbuser.
Dimitar Penew kehrt auf den Trainerstuhl der bulgarischen Nationalmannschaft zurück. Der 62-Jährige, der die Bulgaren bei der WM 1994 zum vierten Platz und damit zum größten Erfolg der Verbandsgeschichte führte, folgt auf Christo Stoitschkow, der zurückgetreten war und seit April den spanischen Zweitligisten Celta Vigo trainiert. "Ich bin der neue Nationaltrainer, alles weitere wird am Dienstag auf einer Pressekonferenz erläutert", erklärte Penew heute, nachdem er das Gebäude des nationalen Verbands BFU in Sofia verlassen hatte. Er wird die Nationalelf damit auch in den verbleibenden Begegnungen der EM-Qualifikation betreuen. Bulgarien ist in der Gruppe G nach sieben Spielen mit 15 Punkten Zweiter hinter Rumänien (17).
Bernd Stange ist neuer Nationaltrainer Weißrusslands. Der 59-Jährige tritt die Nachfolge des wegen Erfolglosigkeit zurückgetretenen Juri Puntus an und soll das Team zur WM 2010 in Südafrika führen. " Ich habe einen Vertrag bis Dezember 2009 mit Option für die WM", sagte Stange. Heute entschied sich die Verbandsspitze des Landes unter insgesamt neun Bewerbern für Stange, der gleich in Minsk blieb. Neben Stange, dem der ehemalige DDR-Auswahlspieler Harald Irmscher als Assistent zur Seite steht, galt auch der ehemalige Mönchengladbacher Bundesliga-Coach Horst Köppel als Kandidat. Den Ausschlag für das Engagement war neben den fachlichen Qualitäten offenbar, dass Stange perfekt Russisch spricht. Star des weißrussischen Teams ist Aleksandar Hleb vom 13-maligen englischen Meister FC Arsenal, der zuvor in der Bundesliga für den VfB Stuttgart gespielt hatte.
mt/sid/dpa