Kurzpässe: Beckham trifft, Schalke inseriert - DER SPIEGEL
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Kurzpässe Beckham trifft, Schalke inseriert

David Beckham beginnt, sein vieles Geld wert zu sein. Erstmals war er für seinen neuen Club erfolgreich. Der Saisonstart des englischen Titelträgers ist dagegen wenig meisterlich. Um die Brisanz aus dem Revierderby zu nehmen, schaltet der Gastgeber Anzeigen in mehreren Zeitungen.
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Hamburg - David Beckham hat vergangene Nacht im kalifornischen Carson das erste Tor für seinen neuen Club Los Angeles Galaxy erzielt. Der Engländer traf beim 2:0-Sieg gegen D.C. United im Halbfinale eines Mini-Turniers in der 27. Minute per Freistoß zum Führungstor. Zum zweiten Treffer durch Landon Donovan (47.) leistete Beckham die Vorarbeit.

"Als ich den Ball in den Händen hielt, wusste ich, dass ich treffen werde. Das war mein erster Freistoß seit acht Wochen, ich bin überglücklich", sagte Beckham. Donovan war von dem Schuss Beckhams in den rechten Winkel begeistert: "Ich habe gedacht: Heilige Maria, ist das ein Scherz? So hat man ihn sonst immer nur im Fernsehen schießen sehen, es war unglaublich." Beckhams Einsatz dauerte 63 Minuten.

Der englische Meister Manchester United muss in der englischen Premier League weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Der Club des Ex-Bayern-Profis Owen Hargreaves kam gestern Abend beim FC Portsmouth nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Paul Scholes (15. Minute) hatte ManU in Führung geschossen. Benjani Mwaruwari (53.) glich für Portsmouth aus. Manchesters Christiano Ronaldo wurde in der 85. Minute wegen eines Kopfstoßes des Feldes verwiesen. "Er ist provoziert worden, drauf reingefallen und muss jetzt die Strafe dafür zahlen", sagte ManU-Coach Alex Ferguson, der den Platzverweis allerdings gerechtfertigt nannte. Bereits zum Saisonauftakt hatte sich Manchester gegen den FC Reading mit einem torlosen Remis begnügen müssen.

Mit einer Portion Selbstironie hat Schalke 04 heute große Anzeigen in zahlreichen Ruhrgebietszeitungen geschaltet und Borussia Dortmund zum 130. Derby an diesem Samstag eingeladen. "Herne-West grüßt Lüdenscheid-Nord" lautet das Motto der bisher einmaligen Aktion. "Schalke 04 freut sich auf das Spiel gegen Borussia Dortmund in der Veltins-Arena. Auf ein intensives Derby in einzigartiger Atmosphäre. Denn Rivalität ist sportlich, Feindschaft tut weh", heißt es in den in Königsblau, der Schalker Vereinsfarbe, gehaltenen Inseraten weiter.

Grund für die ungewöhnliche Maßnahme sind die unschönen Begleiterscheinungen und gegenseitigen Provokationen rund um das Derby am 33. Spieltag der Vorsaison, als Schalke durch das 0:2 in Dortmund die letzte Chance auf den Meistertitel verspielte. "Herne-West" - so nennen die BVB-Fans den Rivalen aus Gelsenkirchen, um den Namen des Nachbarn nicht aussprechen zu müssen. Mit "Lüdenscheid-Nord" kontern die Schalker.

Ein Torwartwechsel hat sich für Real Madrids Trainer Bernd Schuster als Reinfall erwiesen. Beim Carranza-Turnier in Cádiz hatte der Coach in der Partie gegen Betis Sevilla beim Stand von 0:0 in der 90. Minute für den Stammkeeper Iker Casillas den Polen Jerzy Dudek eingewechselt. Schuster hatte gehofft, dass Dudek Real im anstehenden Elfmeterschießen zum Sieg verhelfen würde. Es sollte aber anders kommen. In der dritten Minute der Nachspielzeit erzielte Caffa durch einen direkt verwandelten Freistoß aus 25 Metern den Siegtreffer für Betis. "Dudek blieb wie eine Statue stehen", lästerte das Sportblatt "As". "Der eingewechselte Keeper war kälter als ein Pinguin." Bei Real gab Christoph Metzelder nach einer Verletzungspause sein Comeback. Der Innenverteidiger wurde nach der Pause eingewechselt und lieferte eine fehlerlose Partie. Für Real war es die fünfte Niederlage im achten Vorbereitungsspiel.

fsc/dpa/sid

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