Kurzpässe Bierhoff macht Trainerschein, Rapid trennt sich von Pacult
DFB-Teammanager Bierhoff: "Den Horizont erweitern"
Foto: WOLFGANG RATTAY/ REUTERSHamburg - Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff absolviert derzeit einen Lehrgang zum Erwerb der A- und B-Lizenz, eine Trainerlaufbahn möchte der ehemalige Nationalspieler aber nicht einschlagen. Bierhoff betrachtet die Ausbildung unter dem Aspekt, "meinen Horizont zu erweitern". Er möchte "den Fußball mal von einer anderen Seite näher kennenlernen". Da Bierhoff bei einem der geplanten Lehrgangstermine verhindert sein wird, hat er bereits vor dem eigentlichen Start am 18. April mit der Ausbildung in der Sportschule Oberhaching begonnen. Neben Bierhoff nehmen auch Stefan Effenberg, Oliver Kahn, Jens Lehmann, Lars Ricken, Bernd Schneider, Thomas Strunz, Michael Tarnat, Uwe Gospodarek und Gerhard Poschner an dem Kompaktlehrgang teil.
Am Donnerstag wird der FC St. Pauli beim Sportgericht des Deutschen Fußballbundes (DFB) zum Becherwurf-Skandal mündlich Stellung beziehen. Damit hofft der Club, das drohende Geisterspiel doch noch abwenden zu können. Am 28. Spieltag wurde die Partie zwischen St. Pauli und Schalke 04 beim Stand von 0:2 abgebrochen, nachdem ein Zuschauer den Schiedsrichterassistenten mit einem gefüllten Bierbecher beworfen hatte. Das Sportgericht des DFB hatte daraufhin entschieden, die Partie gegen Werder Bremen am 23. April unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden zu lassen.
Rapid Wien hat sich von seinem Trainer Peter Pacult getrennt. Der österreichische Fußballclub gab "einen massiven Vertrauensbruch" als Grund für die Trennung an. Zuvor war Pacult als zukünftiger Trainer vom deutschen Viertligisten RB Leipzig gehandelt worden. Nach Informationen der Leipziger Volkszeitung soll sich der 51-Jährige mit den Leipzigern schon über einen Wechsel im Sommer einig sein.
Der englische Erstliga-Club FC Arsenal wurde von einem US-amerikanischen Milliardär übernommen. Geschäftsmann Stan Kroenke hat mit dem Kauf eines Aktienpaketes seine Clubanteile von 30 auf nun 63 Prozent erhöht. Der 63-Jährige ist bereits Inhaber des NBA-Teams Denver Nuggets sowie des Eishockeyvereins Colorado Avalanche.
Dem finanziell angeschlagenen Club 1860 München steht womöglich die Rettung bevor. Der Einstieg des jordanischen Investors Hasan Abdullah Ismaik könnte noch in diesem Monat erfolgen. "Möglicherweise können wir in zwei Wochen zum Abschluss kommen", sagte Ismaik der Münchner "tz". Angeblich will der 34-Jährige mit einem zweistelligen Millionenbetrag bei den Sechzigern einsteigen, im Gegenzug soll er 49 Prozent der Clubanteile erhalten. Nach seinem Besuch am Wochenende beim 4:0-Erfolg der Münchner über Energie Cottbus will Ismaik in der nächsten Woche zu weiteren Verhandlungen nach München reisen.
Der VfL Osnabrück geht mit einem neuen Trainer in den Abstiegskampf der zweiten Liga. Den Trainerposten beim Tabellen-16. übernimmt ab sofort Heiko Flottmann, der im Gegensatz zum jetzigen Interimscoach Joe Enochs die nötige Fußballlehrer-Lizenz besitzt. Der US-Amerikaner hatte Karsten Baumann nach dessen Beurlaubung als Chef-Coach abgelöst. Enochs soll ab sofort hinter Flottmann als Co-Trainer fungieren. "Sowohl Heiko Flottmann als auch Joe Enochs gehören seit vielen Jahren zum VfL, sie kennen den Verein und stehen zu 100 Prozent hinter ihm", sagte Sportdirektor Lothar Gans.
In Polen sind 13 Fußballer wegen Korruption angeklagt worden. Den Spielern der Topvereine Zaglebie Lubien und Cracovia (Krakau) wird vorgeworfen, in der Saison 2005/2006 ein Spiel zwischen beiden Mannschaften manipuliert zu haben. Insgesamt sollen rund 25.000 Euro von Zaglebie-Spielern nach Krakau geflossen sein, um einen Sieg zu garantieren. Das Ergebnis hatte Zaglebie die Teilnahme am Uefa-Pokal gesichert. Einer der Angeklagten ist aktueller Nationalspieler in Polen.