Kurzpässe: Briatore informiert sich, Emre wehrt sich, Ballack ärgert sich - DER SPIEGEL
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Kurzpässe Briatore informiert sich, Emre wehrt sich, Ballack ärgert sich

Ein italienischer Formel-1-Boss will vielleicht einen italienischen Erstligaverein kaufen. Ein türkischer Star bestreitet Rassismus-Vorwürfe, ein Deutscher in England schmunzelt über Karl-Heinz Rummenigge. Das Schlusslicht der Bundesliga sucht Verstärkung in Berlin.
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Hamburg - Flavio Briatore, Teamchef des Formel-1-Rennstalls Renault, will offenbar die Versteigerung des italienischen Serie-A-Clubs FC Parma zum Einstieg ins Fußball-Geschäft nutzen. Nach Informationen der Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" wird Briatore sich beim Auktionsauftakt am kommenden Montag um Informationen zum Kauf des zweimaligen UEFA-Cup-Siegers bemühen. Nach Einsicht in die Bilanzen haben Kauf-Interessenten zur Abgabe eines Gebotes drei Wochen Zeit. Für den FC Parma hatte sich auch schon Real Madrids früherer Präsident Lorenzo Sanz interessiert. Doch das Angebot des spanischen Bauunternehmers war offenbar zu niedrig, nachdem der Kaufpreis zunächst auf 27,5 Millionen Euro festgelegt worden war.

FSV Mainz 05, Tabellenletzter der Bundesliga, hat Interesse an einer Verpflichtung von Andreas Neuendorf vom Ligarivalen Hertha BSC in der Winterpause bekundet. "Es gab ein Gespräch mit Neuendorf. Nicht mehr, nicht weniger. Wir haben auch Gespräche mit anderen offensiven Mittelfeldspielern geführt", sagte der Mainzer Manager Christian Heidel am heute beim Trainingsauftakt der Mainzer. Eine baldige Verpflichtung des Berliner Edeljokers, der in der laufenden Spielzeit bei zehn Einsätzen neunmal eingewechselt worden war, schloss Heidel nicht aus. Hertha-Manager Dieter Hoeneß kommentierte allerdings: "Bis jetzt hat uns niemand sein Interesse mitgeteilt."

Der türkische Fußball-Nationalspieler Emre vom englischen Premier-League-Club Newcastle United hat den Vorwurf rassistischer Äußerungen gegenüber den dunkelhäutigen Spielern Tim Howard und Joleon Lescott (FC Everton) zurückgewiesen. "Ich habe niemanden rassistisch beleidigt. Ich habe keine Probleme mit anderen Profis und genieße hier ein hohes Ansehen", erklärte der 26-Jährige gegenüber dem türkischen Internet-Sportportal "Superspor". Emre soll Howard und Lescott bei der 0:3-Niederlage in Everton am 30. Dezember während eines Wortgefechts mit fremdenfeindlichen Worten beschimpft haben. Schiedsrichter Dermot Gallagher hatte in seinem Spielbericht die Anschuldigungen vermerkt, selbst aber keine Einzelheiten der Auseinandersetzung gehört. Der englische Verband hat inzwischen Spieler und Zuschauer um Angaben zu den Vorkommnissen gebeten und will den Vorwürfen "sehr ernsthaft" nachgehen.

Michael Ballack, Mittelfeldstar des FC Chelsea, ärgert sich über Karl-Heinz Rummenigge, den Vorstandschef seines ehemaligen Vereins FC Bayern. Angesichts der Aussage von Rummenigge, es sei richtig gewesen, Ballack ziehen zu lassen, könne er "nur schmunzeln" sagte der 30-Jährige der "Sport-Bild". Er habe ein sehr gutes Angebot der Bayern gehabt, sich aber für die sportliche Herausforderung Chelsea entschieden: "Herr Rummenigge soll einfach nur die Wahrheit sagen und akzeptieren, dass sich ein Spieler auch mal für einen anderen Verein entscheidet. Sein Versuch, die Tatsachen zu verdrehen, ist leicht erkennbar."

all/sid/dpa

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