Kurzpässe: Del Piero verlängert, Real legt Einspruch ein - DER SPIEGEL
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Kurzpässe Del Piero verlängert, Real legt Einspruch ein

Alessandro del Piero bleibt Juventus Turin treu. Der Mannschaftskapitän verlängerte seinen Vertrag beim italienischen Rekordmeister um ein Jahr. Real Madrid streitet nach dem Ausscheiden in der Champions League weiter. Außerdem: Wolfgang Stark pfeift das Pokalfinale.
Juve-Star Del Piero: Noch ein Jahr in Turin
Juve-Star Del Piero: Noch ein Jahr in Turin

Juve-Star Del Piero: Noch ein Jahr in Turin

Foto: GIAMPIERO SPOSITO/ REUTERS
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Hamburg - Alessandro del Piero denkt offenbar noch nicht ans Aufhören. Der 36-jährige Weltmeister von 2006 will bei Juventus Turin noch ein Jahr dranhängen - und steht vor seiner 19. Saison beim italienischen Rekordmeister. Am Donnerstag unterschrieb er einen Vertrag bis Sommer 2012. "Ich will dem Club ein weiteres Jahr meine Leidenschaft zur Verfügung stellen", schrieb del Piero auf seiner Webseite: "Mir geht es nicht um Geld. Der Verein soll beschließen, wie viel er mir zahlen will."

Real Madrid hat bei der Europäischen Fußball-Union (Uefa) Einspruch gegen die Abweisung eines Protests eingelegt, den der Club nach dem Halbfinal-Hinspiel (0:2) der Champions League gegen den FC Barcelona erhoben hatte. Wie die Uefa mitteilte, wird die Anhörung der Berufungskommission am 16. Mai stattfinden. Real hatte gegen den Platzverweis für Abwehrspieler Pepe bei der Heimniederlage sowie das Verhalten von einigen Barcelona-Spielern während der Partie protestiert. In erster Instanz war der spanische Rekordmeister gescheitert.

An diesem Freitag entscheidet die Uefa-Disziplinarkommission zudem über das Verhalten von Real-Trainer José Mourinho. Der Portugiese hatte mit höhnischen Gesten auf den Feldverweis für Pepe reagiert und musste dafür auf die Tribüne. Zudem äußerte Mourinho nach der Partie Verschwörungstheorien und durfte bereits beim Halbfinal-Aus (1:1) in Barcelona nicht auf der Bank sitzen.

Wolfgang Stark wird das DFB-Pokalfinale zwischen dem MSV Duisburg und dem FC Schalke 04 leiten. Der 41-Jährige wurde vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) für das Endspiel am 21. Mai (20 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) in Berlin nominiert. Für Stark ist es das erste Pokalfinale seiner Karriere. "Die Atmosphäre in Berlin ist eine ganz besondere - es ist Ziel jedes Schiedsrichters, dies einmal erleben zu dürfen", sagte Stark.

Der MSV Duisburg hat Abwehrspieler Sergej Karimow vom Bundesligisten VfL Wolfsburg verpflichtet. Der 24-Jährige wechselt ablösefrei nach Duisburg und erhält dort einen Vertrag bis 2013. "Sergej ist auf der linken Abwehrseite zuhause und hat schon unter Beweis gestellt, dass er in der Bundesliga spielen kann", sagte MSV-Trainer Milan Sasic über den zweiten Duisburger Zugang für die kommende Saison. Zuvor hatte der MSV bereits Emil Jula von Energie Cottbus verpflichtet.

Das ehemalige Fifa-Exekutivmitglied Amos Adamu strebt vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas die Aufhebung seiner dreijährigen Suspendierung an. Der Cas bestätigte den Einspruch des Nigerianers gegen die im November 2010 verhängte Sanktion. Die Fifa-Ethikkommission hatte dem Funktionär im Vorfeld der Vergabe der WM-Endrunden 2018 und 2022 Bestechlichkeit vorgeworfen. Daraufhin war Adamu von der Abstimmung in Zürich ausgeschlossen und aus dem Exekutivkomitee des Weltverbandes verbannt worden. Auch Ahongalu Fusimalohi aus Tonga legte gegen seine Zweijahressperre Einspruch ein. Einen Verhandlungstermin nannte der Sportgerichtshof nicht.

Unterdessen hat der Cas die Sperre für den ehemaligen Cottbuser Zweitliga-Profi Norbert Meszaros, aktuell beim VSC Debrecen unter Vertrag, im Zusammenhang mit angeblichen Spielmanipulationen aufgehoben. Seine Sperre sollte ursprünglich bis zum 31. Dezember 2011 laufen. Die Sperre gegen seinen Teamkollegen, den montenegrinischen Torwart Vukasin Poleksic, bis zum 30. Juni 2012 wurde hingegen bestätigt. Die Spieler von Debrecen waren aufgrund des 3:4 in der Champions League gegen den AC Florenz ins Visier der Uefa-Ermittler geraten.

Der polnische Erstligist Legia Warschau muss nach schweren Ausschreitungen seiner Fans vorerst vor leeren Tribünen spielen - die polnische Hauptstadt ordnete die Schließung des Legia-Stadions für die Zuschauer an. Die Maßnahme soll zunächst nur für das Spiel an diesem Freitag gegen Korona Kielce gelten. Ein Vereinssprecher zeigte sich über die Entscheidung "tief verwundert". Dem Fernsehsender TVP Info zufolge wollen auch die Behörden von Posen das Stadion des Vereins Lech für die Fans schließen. Beim Pokal-Finale zwischen Legia und Lech hatten die Anhänger beider Mannschaften am Dienstag randaliert und das Stadion beschädigt.

klu/dpa/sid