Kurzpässe DFB-Team nach Johannesburg, Manchester gewinnt Club-WM
Hamburg - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird bei einer Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 Quartier in Johannesburg beziehen. Das hat Bundestrainer Joachim Löw der "Bild am Sonntag" bestätigt. "Klimatisch gibt es dort die besten Voraussetzungen", erklärte der Trainer des Vize-Europameisters und begründete die aus seiner Sicht beste Lösung: "Die Stadt liegt mit 1800 Metern relativ hoch, die meisten WM-Spiele werden in dieser Höhe ausgetragen. Alle Mediziner haben uns deshalb geraten, ebenfalls ein Quartier in dieser Höhe zu beziehen."
Champions-League-Sieger Manchester United hat zum zweiten Mal die Club-Weltmeisterschaft für sich entschieden. Im Endspiel in Yokohama setzte sich die Mannschaft von Teammanager Alex Ferguson 1:0 (0:0) gegen LD Quito aus Ecuador durch. Das entscheidende Tor erzielte Wayne Rooney in der 73. Minute. Zuvor hatte Gamba Osaka durch ein 1:0 (1:0) gegen CF Pachuca aus Mexiko den dritten Platz erreicht.
Bei der 1:4-Niederlage des TSV 1860 München II gegen Waldhof Mannheim ist es am gestrigen Samstag zu schweren Ausschreitungen zwischen Fans gekommen. Mehrere hundert Anhänger lieferten sich im und vor dem Grünwalder Stadion zum Teil heftige Gefechte. Nach Polizeiangaben randalierten Anhänger beider Lager und prügelten aufeinander ein. Einige Randalierer gingen außerdem gewaltsam gegen Polizisten vor. Bei Auseinandersetzungen mit den Hooligans wurden fünf Beamte leicht verletzt. Vier Personen seien festgenommen worden, teilte die Polizei mit.
Bereits bei der Anfahrt eines Mannheimer Fanbusses wurde dieser in der Grünwalder Straße beworfen. Nach einer ruhigen ersten Hälfte versuchten Fans beider Mannschaften, die Zäune zu übersteigen, um die nicht besetzten freien Pufferblöcke zu überwinden. Es sei nur "durch den massiven Polizeieinsatz gelungen, Sachschäden und eine Massenschlägerei zwischen den Fanblocks zu vermeiden", hieß es in einer Pressemitteilung.
Der frühere Freiburger Trainer Volker Finke hat seinen ehemaligen Assistenten Karsten Neitzel sowie Ex-Profi Ibrahim Tanko wie erwartet zum japanischen Erstligisten Urawa Red Diamonds geholt. Wie der Sportclub am Wochenende offiziell bestätigte, wurde Neitzels Vertrag als Coach der Freiburger Regionalliga-Fußballer sowie Tankos Kontrakt als dessen Co-Trainer aufgelöst. Beide würden künftig in Finkes Trainerteam bei Urawa arbeiten. Die zweite Mannschaft des SC in der Regionalliga Süd trainiert von Januar an der bisherige B-Jugend-Coach Marcus Sorg.
Finke unterschrieb bei dem Club aus der J-League Anfang Dezember einen Zweijahresvertrag. Die Saison in Japan beginnt im März 2009. Der 60-Jährige war von 1991 bis 2007 Cheftrainer des SC Freiburg, ehe er von Robin Dutt abgelöst wurde.
Der frühere Bundesliga-Profi Roque Santa Cruz von den Blackburn Rovers liebäugelt offenbar mit einem Vereinswechsel zur Jahreswende. Bei einem Angebot eines "größeren Clubs" würde er auch die englische Premier League verlassen. Rovers-Boss Sam Allardyce will den ehemaligen Stürmer von Bayern München halten und kündigte entsprechende Gespräche an. Er sei nicht bereit, seinen besten Spieler zu verkaufen.
Im Herbst hatte der Verein ein Angebot für den Star aus Paraguay über umgerechnet 15 Millionen Euro von Manchester City abgelehnt. Santa Cruz hatte vor Saisonbeginn einen neuen Vierjahresvertrag unterschrieben, fühlt sich bei dem abstiegsbedrohten Club aber nicht mehr wohl. "Mein Vertrag ist klar und deshalb muss ich in Blackburn bleiben. Aber ich möchte nicht die Chance verpassen, bei einem europäischen Spitzenclub spielen zu können", sagte der Südamerikaner in einem BBC-Interview.