Kurzpässe: Ein Hamburger für Matthäus - DER SPIEGEL
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Kurzpässe Ein Hamburger für Matthäus

Viele Bewerber buhlten um den Job an der Seite von Trainer Lothar Matthäus in Brasilien. Die Wahl fiel auf einen jungen und unbekannten. Der nicht mehr so junge Frank Pagelsdorf hat einen langfristigen Trainervertrag in Rostock unterschrieben. Der "Fall Vucicevi" hat böse Folgen für 1860 München.
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Hamburg - Jost Vieth wird Trainer Lothar Matthäus beim brasilianischen Club Atletico Paranaense als Assistent zur Seite stehen. Vieth ist 32 Jahre alt, von Beruf Sportlehrer und kommt aus Hamburg. Unter 50 Bewerbern war er offenbar der Richtige, weil er Erfahrungen im brasilianischen Fußball mitbringt. 1998 hospitierte der Hamburger in der Jugendabteilung des Clubs Internacional Porto Alegre. Und für den in Hamburg ansässigen Sportvermarkter Sportfive arbeitete der Trainer 2000 und 2002 in Rio de Janeiro.

Hansa Rostock hat den Vertrag mit Trainer Frank Pagelsdorf um drei Jahre bis 2009 verlängert. Der 47-Jährige hatte den Erstliga-Absteiger nach dem zweiten Spieltag der laufenden Saison übernommen, bis Saisonende unterschrieben und das Team vom letzten Tabellenplatz in die Sichtweite der Aufstiegsränge geführt. "Die zuletzt gezeigten Leistungen der Mannschaft haben mich überzeugt, mich langfristig an den Club zu binden", sagte Pagelsdorf, der schon einmal zwischen 1994 und 1997 bei den Hanseaten unter Vertrag gestanden hatte. Vorstandschef Manfred Wimmer sagte: "Wir gehen davon aus, dass er der Richtige ist."

Der "Fall Vucicevic" hat kein gutes Ende für den TSV 1860 München - und könnte sogar die Aufstiegsträume des Clubs beenden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat das Urteil gegen den Spieler Nemanja Vucicevic aus der ersten Instanz bestätigt. Damit bleibt es bei der sechsmonatigen Sperre für den Serben, die im Mai dieses Jahres abläuft. Der Spieler hatte ein Haarwuchspräparat benutzt, in dem das verbotene Verschleierungsmittel Finasterid enthalten war. Der Serbe wurde nach dem Sieg der Münchner im November bei Wacker Burghausen (2:0) positiv getestet. Den "Löwen" droht nun ein Punktabzug, der den aufstiegsambitionierten Club ins Mittelfeld der Tabelle abstürzen lassen würde.

Nach einer großen Spendenaktion konnte Galatasaray Istanbul seine Schulden beim Fußball-Weltverband Fifa begleichen. Insgesamt hatte der türkische Club Verbindlichkeiten von 1,25 Millionen Euro, die aus Bußgeldern, unter anderem für nicht gezahlte Gehälter, resultierten. Galatasaray ist mit rund 140 Millionen Euro verschuldet. Am vergangenen Sonntag gab es einen Spendenaufruf im türkischen Fernsehen. Bisher sind 5,8 Millionen Euro zusammengekommen. Sogar Anhänger des Stadtrivalen Fenerbahçe beteiligten sich an der Aktion, sparten auf ihren Überweisungen aber nicht mit Hohn und Spott. Eine weitere Aktion soll rund 50 Millionen Euro in die leeren Kassen spülen.

Inter Mailand ist ins Halbfinale des italienischen Pokals eingezogen. Inter besiegte im Viertelfinal-Rückspiel Lazio Rom 1:0. Mittelfeldspieler Dejan Stankovic erzielte in der 37. Minute das Tor des Tages. Das Hinspiel bei Lazio war 1:1 ausgegangen. Die Mailänder treffen nun auf den Tabellenelften der Liga, Udinese Calcio, der im Viertelfinale Sampdoria Genua ausgeschaltet hatte.