Kurzpässe Frei verletzt, Ribéry zufrieden, Vogts erfolgreich
Hamburg - "Inzwischen weiß ich, wie die Bayern funktionieren, und der Club ist wirklich absolut top. Alles ist korrekt und klar", sagte Ribéry der französischen Sportzeitung "L'Equipe". Auch von den Fans des FC Bayern München fühlt sich der 24-Jährige positiv aufgenommen: "Ich hätte nie gedacht, dass ich so beliebt bin."
Ribéry ist sich auch sicher, bereits im kommenden Jahr wieder in der Champions League spielen zu können. "Viele waren überrascht, dass ich zum FC Bayern gegangen bin, weil sie die Fortsetzung meiner Karriere eher in Spanien oder England erwartet hätten", sagte der französische Nationalspieler, "aber nach meinem tollen Debüt in München stellt sich niemand mehr die Frage." Zudem plane er, noch lange in München zu bleiben.
Nationalspieler Jan Schlaudraff will nach seiner Bandscheiben-Operation in etwa vier Wochen ins Mannschaftstraining bei seinem neuen Verein FC Bayern München einsteigen. "Ich habe keine Schmerzen mehr", sagte der 24-jährige Angreifer der Münchner "tz". Nun gehe es für ihn darum, auch die kommenden zwei, drei Wochen ohne neue Probleme zu überstehen. Dann könne er mit der Mannschaft trainieren. Schlaudraff war Anfang Juni an der Bandscheibe operiert worden.
Die EM-Gastgeber Schweiz und Österreich haben zwar Freundschaftsspiele gewonnen, aber zwei Akteure durch Verletzungen verloren. Die Eidgenossen setzten sich 2:1 (1:1) gegen Chile durch. Österreich bezwang Japan bei der Eröffnung des EM-Stadions in Klagenfurt im Elfmeterschießen 4:3 (0:0). Bei den Österreichern zog sich der Bremer Martin Harnik einen Teilabriss der Bänder im Sprunggelenk des linken Fußes zu. Laut Teamarzt Ernst Schopp wird der Stürmer mehrere Wochen pausieren müssen. Bei den Schweizern erlitt Kapitän Alexander Frei im Training erneut einen Muskelfaserriss in der Wade. Laut Internetseite seines Vereins Borussia Dortmund wird er dem Club drei bis vier weitere Wochen fehlen.
Nigeria hat das letzte Qualifikationsspiel für die Afrikameisterschaft gewonnen. Das Team des ehemaligen Bundestrainers Berti Vogts kam heute in Warri unter abenteuerlichen Bedingungen zu einem 2:0 (1:0) gegen Lesotho. Der fünfte Sieg im sechsten Spiel war praktisch bedeutungslos, da sich Nigeria zuvor schon für das Kontinentalturnier 2008 in Ghana qualifiziert hatte. Nach sintflutartigen Regenfällen in der Stadt im Delta State war der Platz von Pfützen übersät. Stephen Makinwa von Lazio Rom erzielte in der 43. Minute die Führung für den Olympiasieger von 1996. Die Vorentscheidung verpasste John Obi Mikel nach einer Stunde. Der Ball blieb nach einem Elfmeterschuss des Profis vom englischen Pokalsieger FC Chelsea in einer Pfütze unmittelbar vor der Torlinie stecken. Schließlich sorgte der eingewechselte Uche für das 2:0.
Die Verletzungspause des Brasilianers Ronaldo verlängert sich um mindestens zwei Wochen. Dies teilte der Teamarzt des Rekord-Weltmeisters, Jose Luis Runco, mit. Der Stürmer des AC Mailand leidet an einer Knieverletzung, die ihn bereits in den ersten beiden Saisonspielen seines neuen Clubs zum Aussetzen zwang. Zur Rehabilitation hält sich Ronaldo in seiner Heimat auf.
Eine von der Fifa kurzfristig verfügte Platzsperre bei der Frauen-Weltmeisterschaft in China hat im DFB-Lager für großen Unmut gesorgt. Ursprünglich sollte der Titelverteidiger heute die Gelegenheit erhalten, vor dem Eröffnungsspiel am kommenden Montag gegen Argentinien im Hongkou-Stadion von Shanghai zu trainieren und den Rasen zu testen. Sechs Stunden vor der geplanten Übungseinheit ließ die Fifa den Platz sperren, um den Rasen zu schonen.
Doch seit Tagen laufen im Hongkou-Stadion Proben für die offizielle Eröffnungsfeier vor der deutschen Partie. "Das ist schon ungewöhnlich und sehr ärgerlich. Es passt uns gar nicht in den Kram", sagte die deutsche Co-Trainerin Maren Meinert: "Hätten wir es eher gewusst, dann hätten wir morgens trainieren können."
Über das Resultat der deutschen U21-Junioren war Matthias Sammer "hocherfreut", viel mehr Positives konnte der DFB-Sportdirektor der Dienstreise nach Nordirland allerdings nicht abgewinnen. "Das Ergebnis täuscht nicht darüber hinweg, dass wir uns sowohl sportlich als auch vom Gesamtauftritt her verbessern müssen", sagte Sammer nach dem 3:0 (0:0)-Sieg in Lurgan zum Auftakt der Qualifikation zur EM 2009 in Schweden. Trainer Dieter Eilts sprach von einer "katastrophalen ersten Halbzeit". Die eingewechselten Rouwen Hennings (78., 90.+2) und Mesut Özil (89.) sicherten mit ihren Treffern den Sieg.
wit/sid/dpa