Kurzpässe: Funkel selbstkritisch, Advocaat begehrt - DER SPIEGEL
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Kurzpässe Funkel selbstkritisch, Advocaat begehrt

Hertha-Coach Friedhelm Funkel gibt sich selbst eine Mitschuld an der Misere seines Clubs. Dick Advocaat hat demnächst zwei Jobs. Bundestrainer Joachim Löw will noch vor Weihnachten mit DFB-Präsident Theo Zwanziger sprechen. Eine Begegnung der Zweiten Liga steht unter Manipulationsverdacht.
Hertha-Coach Funkel: Zu viel Druck für die eigene Mannschaft
Hertha-Coach Funkel: Zu viel Druck für die eigene Mannschaft

Hertha-Coach Funkel: Zu viel Druck für die eigene Mannschaft

Foto: INTS KALNINS/ REUTERS
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Hamburg - Die 1:3-Heimpleite gegen seinen früheren Club Eintracht Frankfurt am vergangenen Samstag sei ihm sehr nahe gegangen, gestand Friedhelm Funkel der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Man frage sich dann auch selbst, was man falsch gemacht habe. "Im Nachhinein muss man sagen, dass es vielleicht ein Fehler war, am 14. Spieltag schon so einen Druck aufzubauen", so Funkel. Hertha BSC wird seit dem 3. Oktober von Funkel trainiert, der Club hat seitdem nicht gewonnen und ist Schlusslicht der Bundesliga. Funkel sieht dennoch eine positive Entwicklung: "Was die Mannschaft, mit Ausnahme gegen Frankfurt, in den zurückliegenden Spielen abgeliefert hat, ist besser gewesen als in den Wochen zuvor." Dennoch verlor Hertha auch am 15. Spieltag gegen Schalke 04 und zeigte eine äußert schwache Leistung.

Nach der Entlassung von Ronald Koeman hat der niederländische Meister AZ Alkmaar einen neuen Trainer gefunden. Nach Informationen des belgischen TV-Textes Sporza wird der belgische Nationaltrainer Dick Advocaat die Nachfolge des glücklosen Koeman antreten. Der ehemalige niederländische Bondscoach wird in Alkmaar bis zum Saisonende als Interimstrainer fungieren. Alkmaar ist in der Meisterschaft abgeschlagen und in der Champions League schon vor dem letzten Spieltag gescheitert. Advocaat soll am Donnerstag in Alkmaar vorgestellt werden. Die belgische Nationalmannschaft bestreitet bis zum Sommer nur Testländerspiele.

Der Sieg von 1860 München in der 2. Fußball-Liga bei Rot-Weiß Oberhausen steht unter Manipulationsverdacht. Die ARD-Sportschau berichtete von verdächtigen Wettbewegungen. Entschieden wurde das Spiel durch ein Eigentor von Abwehrspieler Marinko Miletic, der in der 63. Minute einen Freistoß von Alexander Ludwig ins eigene Tor verlängerte. " Der vierte Schiedsrichter kam vor dem Spiel in unsere Kabine und erwähnte, dass das Spiel unter Manipulationsverdacht stehe", sagte Oberhausens Pressesprecher Daniel Mucha. 1860-Pressesprecher Robert Hettich sagte: "20 Minuten vor dem Spiel hat uns der frühere Bundesliga-Schiedrichter Hellmut Krug darüber informiert, dass das Frühwarnsystem Betradar auffällige Werte gemeldet habe und deshalb das Spiel unter besonderer Beobachtung stehe."

Hettich berichtete weiter, dass Fifa-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer auf der Tribüne als Beobachter eingesetzt worden war und natürlich auch die Leistung von Referee Christian Fischer aus Hemer genau unter die Lupe genommen habe. "Da waren keine Auffälligkeiten zu beobachten, das war einfach Pech", kommentierte Hettich die entscheidende Szene. Auch ansonsten sei es ein "ganz normales Spiel mit Chancen auf beiden Seiten" gewesen.

Noch in diesem Jahr soll es mit Blick auf eine mögliche Vertragsverlängerung von Bundestrainer Joachim Löw ein erstes Gespräch geben. "Es ist von meiner Seite angedacht, noch vor Weihnachten mal mit dem Präsidenten Theo Zwanziger zu besprechen, wie das weitere Prozedere aussieht, wann es einen Termin für das Gespräch gibt", sagte Löw der "Bild am Sonntag". Bis zu einer Unterschrift müssten einige Fragen geklärt werden. "Ich will wissen: Steht der Verband dahinter? Ich will die absolute Rückendeckung für mein Konzept spüren", so Löw. Geld spiele keine Rolle. "Ich bin zufrieden mit der Bezahlung." Löw, der nach der WM 2006 die Nachfolge von Jürgen Klinsmann angetreten hatte, besitzt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010.

Titelverteidiger Turbine Potsdam bleibt nach einem 2:0 (1:0) gegen den VfL Wolfsburg Tabellenführer der Frauen-Bundesliga und sicherte sich mit 29 Punkten nach der Hinrunde die inoffizielle Halbzeit-Meisterschaft. Punktgleich hinter Turbine lauert der FCR Duisburg. Der Uefa-Cup-Sieger besiegte Vizemeister Bayern München 7:0 (3:0). Platz drei festigte Ex-Titelträger 1. FFC Frankfurt mit einem 5:2 (3:1) gegen den SC Bad Neuenahr. Die Hessinnen haben nach der Hinrunde fünf Punkte Rückstand auf das Spitzenduo.

Run auf WM-Tickets, ManU will für Unruhe sorgen

Einen Tag nach der Gruppenauslosung der Weltmeisterschaft 2010 hat am Samstag der Ansturm auf die Tickets begonnen. In den ersten drei Stunden nach dem Start der dritten Verkaufsphase gingen mehr als 54.000 Anträge beim Weltverband ein, berichtete am Sonntag die Zeitung "Sunday Argus" unter Berufung auf Fifa-Sprecherin Delia Fischer. Eine Million Karten für das Turnier vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 in Südafrika kommen bis zum 22. Januar auf den Markt. Zu kaufen sind Tickets für alle 64 WM-Spiele. Für die drei Vorrundenspiele des deutschen Teams sind zwölf Prozent der Eintrittskarten für deutsche Fans reserviert. Diese können über die Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes  bestellt werden. Die Auslosung der Karten erfolgt am 1. Februar 2010.

Manchester United will vor dem anstehenden Spiel der Champions League in Wolfsburg anscheinend für Unruhe beim VfL sorgen. Der bereits für das Achtelfinale qualifizierte englische Meister, der am Dienstag (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gastiert, bekräftigte am Sonntag sein Interesse an der Verpflichtung des Wolfsburger Torjägers Edin Dzeko. "Er ist ein großgewachsener geschickter Junge, eigentlich ideal für die Premier League", sagte ManU-Co-Trainer Mike Phelan der Londoner Sonntagszeitung "News of the world". Dzeko hat noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2013, kann aber für eine festgeschriebene Ablösesumme den Club verlassen. Zuletzt hatte der 23-jährige Bosnier betont, am liebsten zum AC Mailand wechseln zu wollen. Wolfsburg hätte mit einem Sieg gegen ManU das Achtelfinale sicher.

Zweitligist MSV Duisburg hat Co-Trainer Uwe Speidel bis auf weiteres von seinen Aufgaben freigestellt. Wie MSV-Sportdirektor Bruno Hübner am Sonntag erklärte, sei die Zukunft des 38 Jahre alten Sportlehrers offen. "Eine Integration von Speidel ist noch nicht gelungen", sagte Hübner. Im Anschluss an die Beurlaubung von Ex-Coach Peter Neururer hatte Speidel am 1. November als Interims-Cheftrainer mit dem MSV einen 3:0-Sieg in Koblenz erzielt und sollte anschließend im Gespann von Trainer Milan Sasic arbeiten. Dem Vernehmen nach gibt es unterschiedliche Arbeitsauffassungen. Speidel fehlte zuletzt wegen einer Krankheit im Duisburger Trainingsbetrieb.

ach/sid/dpa