Kurzpässe: Geldstrafe für Tremmel, Denkpause für Sagnol - DER SPIEGEL
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Kurzpässe Geldstrafe für Tremmel, Denkpause für Sagnol

Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld streicht Willy Sagnol aus dem Kader für das Uefa-Pokal-Spiel in St. Petersburg. Gerhard Tremmel von Energie Cottbus muss für Äußerungen über andere Clubs bezahlen. Borussia Dortmund zieht sein Vertragsangebot an Philipp Degen zurück.
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Hamburg - Torhüter Gerhard Tremmel von Energie Cottbus muss wegen unsportlichen Verhaltens nach dem Spiel am Samstag gegen Hansa Rostock (2:1) 10.000 Euro Geldstrafe zahlen. Das entschied das Sportgericht des DFB. Tremmel, der sich am Montag für die Vorfälle entschuldigt hatte, erkannte das Urteil an. Es ist damit rechtskräftig. TV-Aufnahmen hatten gezeigt, dass sich der 29-Jährige nach Spielende auf dem Zaun vor dem Cottbuser Fanblock stehend über ein Megaphon geäußert hat.

Laut Medienberichten soll der Keeper abwertend über die Konkurrenz-Clubs Hansa Rostock, Hertha BSC Berlin und Dynamo Dresden gesprochen haben. Am Montag sagte Tremmel dazu: "Als ich auf dem Zaun stand, das Megaphon in der Hand, war ich - nach diesem sensationellen Spielverlauf - voller Adrenalin und völlig euphorisiert. Wer mich kennt, weiß, dass das in dieser Sekunde nicht der 'normale Gerry' war", sagte der Keeper und fügte an: "Dennoch ist es angebracht, an dieser Stelle ganz deutlich Entschuldigung zu sagen."

Der Schweizer Nationalspieler Philipp Degen wird den Bundesligisten Borussia Dortmund nach Saisonende mit hoher Wahrscheinlichkeit verlassen. Der Verein bestätigte am Dienstag einen Bericht der "Bild"-Zeitung, dass eine Vertragsofferte an den 25-Jährigen zurückgezogen wurde. "Das Angebot gilt nicht mehr", sagte BVB-Sprecher Josef Schneck der dpa. Dies bedeute aber nicht, dass die Club-Verantwortlichen und Degen die Gespräche grundsätzlich einstellen würden, sagte Schneck.

Degens Vertrag läuft im Sommer aus. Der momentan verletzte Schweizer, der 2005 vom FC Basel nach Dortmund wechselte, wird unter anderem mit dem FC Liverpool in Verbindung gebracht. Schweizer Medien hatten in den vergangenen Wochen einen Dreijahresvertrag zwischen Liverpool und dem Rechtsverteidiger bereits als perfekt gemeldet.

Ottmar Hitzfeld hat den französischen Nationalspieler Willy Sagnol aus dem Kader des FC Bayern München für das Halbfinal-Rückspiel im Uefa-Pokal am Donnerstag (18.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) beim russischen Meister Zenit St. Petersburg gestrichen. "Sagnol wird jetzt erst Mal ein bisschen zuschauen. Er geht nicht mit nach St. Petersburg und trainiert hier zweimal", sagte Hitzfeld. Als Hintergrund für die Denkpause werden auf der Bayern-Homepage Sagnols kritische Äußerungen gegenüber Hitzfeld nach dem letzten Spiel genannt.

Der Internationale Sportgerichtshof (Cas) in Lausanne hat die zweijährige Sperre für den italienischen Profi Francesco Flachi vom Erstligisten Sampdoria Genua bestätigt. Dieses Strafmaß hatte der italienische Fußball-Verband (FIGC) im vergangenen Juni gegen Flachi verhängt und damit die für ursprünglich 16 Monate ausgesprochene Sperre nach einem Einspruch des italienischen olympischen Komitees (Coni) nochmal erhöht. Der 32-Jährige war Ende Januar 2007 bei einer Dopingkontrolle nach dem Meisterschaftsspiel gegen Inter Mailand positiv getestet worden. Flachi hatte ausgesagt, das Rauschgift sei in einer Zigarette gewesen, die ihm ein Unbekannter angeboten hatte. Im September 2006 war der Spieler bereits zwei Monate gesperrt worden, nachdem die italienische Liga ihn für schuldig befunden hatte, Informationen über mögliche Spielergebnisse an Glücksspieler weitergegeben zu haben.

Der Weltverband Fifa hat die am 14. März dieses Jahres beschlossene Suspendierung des albanischen Verbandes in Absprache mit der Europäischen Fußball-Union (Uefa) aufgehoben. Der Ausschluss war wegen staatlicher Einmischung in die internen Angelegenheiten des Fußball-Verbandes ausgesprochen worden.

chp/sid/dpa

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