Kurzpässe Hoeneß attackiert Klinsmann
Hamburg - Uli Hoeneß, Manager des FC Bayern, ärgert es, dass Jürgen Klinsmann noch immer nicht festgelegt hat, wer bei der WM das Tor der deutschen Elf hüten wird. "Wenn man das jetzt jede Woche so weiter führt, dann hat er am Ende gar keinen Torwart, dann ist das Chaos perfekt", sagte Hoeneß und verteidigte zugleich seinen Keeper Oliver Kahn. "Mit Sicherheit hätte er nicht gespielt, wenn die Torwartentscheidung klar gewesen wäre." Kahn hatte beim 2:2 des Meisters gegen den Abstiegskandidaten 1. FC Köln die beiden Gegentore verschuldet. Zur Pause wurde er wegen einer Verletzung ausgewechselt.
"Man schadet den Vereinen. Die Torwartentscheidung wird noch mal für Aufruhr sorgen, egal wie sie ausfällt. Die Jagd hätte man sich ersparen können", ärgerte sich Hoeneß, der sich in den vergangenen Wochen noch friedfertig auf Klinsmann-Kurs gehalten hatte.
Der VfB Stuttgart steckt in Torwartnot: Dirk Heinen, der am Samstag bei der 0:2-Niederlage der Schwaben bei Hertha BSC den verletzten Nationalkeeper Timo Hildebrand vertrat, erlitt am Sonntag im Training einen Achillessehnenriss im linken Fuß. Er fällt mehrere Monate aus. Dies teilte ein Sprecher des schwäbischen Fußball-Bundesligisten mit. Der 35-Jahre alte Heinen hatte in Berlin sein 157. Bundesliga-Spiel bestritten, da sich Hildebrand schon seit Wochen mit einer Achillessehnenentzündung plagt.
Der FC Schalke 04 hat den im Sommer auslaufenden Vertrag mit dem uruguayischen Nationalspieler Gustavo Varela um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2008 verlängert. Die Vereinbarung beinhaltet eine beidseitige Option auf eine weitere Saison. "Unser Ziel ist es, den Stamm der aktuellen Mannschaft zusammenzuhalten. Dazu gehört auch Varela", sagte Teammanager Andreas Müller. "Er ist ein vielseitiger Offensivspieler mit hohen Qualitäten." Varela spielt seit Sommer 2002 bei Schalke. In 56 Bundesligaspielen erzielte der 27-jährige Mittelfeldakteur fünf Tore.
Nach Fifa-Präsident Joseph Blatter hat auch der Präsident der Europäischen Fußball-Union, Lennart Johansson, die Interessengemeinschaft der europäischen Spitzenclubs (G14) scharf kritisiert. "Auch ich spreche von Kampf. Wir haben total unterschiedliche Philosophien, und es ist ein Kampf der Philosophien", sagte der Uefa-Präsident der "Welt am Sonntag". Die Mitglieder der G14 betrachteten Fußball nur noch als Geschäft. "Für mich existiert die G14 gar nicht", sagte Johansson.
pav/sid