Kurzpässe Holzhäuser macht Schluss, Platini kritisiert Hoffenheim-Transfer
Bayer-Chef Holzhäuser: Rückzug aus dem operativen Geschäft
Foto: Oliver Berg/ picture-alliance/ dpaHamburg - Bundesligist Bayer Leverkusen muss sich 2014 nach einem Nachfolger für Clubchef Wolfgang Holzhäuser umsehen. "Aus heutiger Sicht werde ich Mitte 2014 aufhören. Ich habe für mich beschlossen, dass ich mich dann aus dem operativen Geschäft zurückziehe", sagte Holzhäuser der Zeitung "Express". Er merke, dass die Arbeit unter Druck für ihn mit den Jahren nicht leichter werde. Seinen Nachfolger will der 61-Jährige noch einarbeiten. "Es ist noch offen, ob es eine interne oder externe Lösung geben wird", sagte der ehemalige Ligasekretär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der seit 1998 in Diensten des Werksclubs steht. Seit 2004 ist Holzhäuser alleiniger Sprecher der Geschäftsführung der Bayer Fußball GmbH.
Uefa-Präsident Michel Platini hat sich kritisch zur Verpflichtung eines 13 Jahre alten Talents durch den Bundesligisten 1899 Hoffenheim geäußert. "Ich bin grundsätzlich gegen den Transfer von Minderjährigen", sagte der Chef des europäischen Fußballverbandes, betonte aber auch: "In jedem Land gibt es dazu Regeln und diese sind zu respektieren. Wenn die Regeln eingehalten worden sind, kann man nichts dagegen machen." Der Franzose Platini hatte schon in der Vergangenheit mehrfach ein Transferverbot Minderjähriger per Gesetz gefordert. Die Hoffenheimer waren am Montag nach der Verpflichtung des 13 Jahre alten Nico Franke von Tennis Borussia Berlin öffentlich in die Kritik geraten.
Der ehemalige italienische Nationaltrainer Roberto Donadoni ist neuer Trainer beim Erstligisten FC Parma. Donadoni unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2013. Vom bisherigen Trainer Franco Colomba hatte sich der einstige Europapokalsieger zuvor getrennt. Parma hatte am vergangenen Samstag 0:5 bei Inter Mailand verloren und belegt in der italienischen Liga nur Platz 15. Die Ablösung des 56-jährigen Colomba war schon der elfte Trainerwechsel in der laufenden Serie A-Saison.
Die Neuauflage des wegen der Torwart-Attacke abgebrochenen Achtelfinals des niederländischen Pokals zwischen Ajax Amsterdam und AZ Alkmaar wird nun doch kein reines "Geisterspiel". Zwar scheiterte Ajax beim niederländischen Verband KNVB mit dem Antrag, Frauen und Kinder als Zuschauer zuzulassen. Der KNVB entschied aber, zumindest Kindern den Einlass zu gewähren. Pro sechs Nachwuchs-Fans darf zudem ein Erwachsener als Begleitperson das Spiel am 19. Januar (14.30 Uhr) besuchen. Die ursprüngliche Partie war nach einer Attacke eines Hooligans auf Torwart Alvaro Esteban abgebrochen worden.
Vincent Kompany von Manchester City ist nach seiner Roten Karte im FA-Cup-Derby gegen Manchester United (2:3) für vier Spiele gesperrt worden. Wie der britische Fußball-Verband am Dienstag mitteilte, gilt die Strafe für den City-Mannschaftskapitän mit sofortiger Wirkung. Ein Einspruch des Clubs gegen den Platzverweis wurde gleichzeitig abgelehnt.
Der Weltfußballverband Fifa will in den kommenden Monaten verstärkt gegen illegale Sportwetten und Spielmanipulationen vorgehen. "Wir haben es hier mit einer nie dagewesenen Herausforderung zu tun, es gibt ein riesiges kriminelles Interesse am Fußball", sagte Fifa-Sicherheitschef Chris Eaton. Der Sechs-Punkte-Plan sieht unter anderem zeitlich befristete Zeugenschutzprogramme und Amnestien für Informanten vor.
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Zweitligisten Karlsruher SC wegen zweier Fälle eines unsportlichen Verhaltens mit einer Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro belegt. Im Heimspiel des DFB-Pokals gegen Schalke 04 im Oktober waren im Karlsruher Zuschauerblock Rauchbomben und Pyrotechnik abgebrannt worden. Zudem wurden beim Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt im Dezember mehrere Böller sowie eine Rauchbombe gezündet. Der Club hat dem Urteil zugestimmt.