Kurzpässe Inter lockt Toni, Senegal Trapattoni
Hamburg - Inter Mailand will seine Mannschaft für die nächste Saison mit Torjäger Luca Toni vom AC Florenz verstärken. Inter lockt den Nationalspieler mit einem Vierjahresvertrag, der dem Stürmer ein Gehalt von fünf Millionen Euro pro Saison garantieren soll. Das berichtete die italienische Sportzeitung "Tuttosport". Als Ablösesumme sind 25 Millionen Euro im Gespräch. Die Verhandlungen zwischen Inter-Chef Massimo Moratti und AC-Boss Diego Della Valle seien bereits weit fortgeschritten. Der 29 Jahre alte Toni erzielte in der aktuellen Saison der Serie A bislang in 34 Spielen 28 Tore und ist damit bester Schütze der Liga.
Keine Hoffnungen kann sich dagegen Real Madrid auf die Verpflichtung von Steven Gerrard machen. "Ich bin in Liverpool verwurzelt und glücklich", sagte der englischen Nationalspieler, "ich werde hier bleiben bis zu dem Tag, an dem ich nicht mehr gewünscht bin." Bereits gestern hatte der FC Liverpool seinen Kapitän für "unverkäuflich" erklärt. Vor einem Jahr hatte schon der FC Chelsea lange um den 25-Jährigen geworben, ehe dieser seinen Vertrag beim Champions-League-Sieger um vier Jahre verlängerte. "Durch solch einen Sommer mit all den Spekulationen will ich nicht wieder gehen", erklärte Gerrard.
Senegal wirbt um die Dienste von Giovanni Trapattoni als Nationaltrainer. Das berichtete heute die italienische Sportzeitung "Gazzetta dello Sport". "Wir prüfen derzeit einige Lösungen für die Zukunft, eine davon ist Trapattoni", sagte Mbaye Ndoye, der Präsident des senegalesischen Fußball-Verbandes. Senegal, das die Teilnahme an der WM in Deutschland verpasste, strebt mit dem neuen Coach die Qualifikation für die Endrunde in vier Jahren in Südafrika an. Trapattoni wurde im Februar als Trainer beim VfB Stuttgart entlassen.
Hans Sarpei vom VfL Wolfsburg darf nicht am Testspiel von WM-Teilnehmer Ghana am 26. April in Würzburg gegen den VfB Stuttgart teilnehmen. Wegen des Abstiegskampfes und der Personalnot in der Abwehr nach der Roten Karte von Facunda Quiroga soll Sarpei in dieser Zeit beim VfL trainieren. Für die Afrikaner ist die Partie der letzte Test vor der Kader-Nominierung am 15. Mai. Ob Sarpei dem Kader angehören wird, ist noch unklar.
Für die Französin Nelly Viennot steht das WM-Aus dagegen schon fest. Die 44-Jährige, die als erste Schiedsrichter- Assistentin bei einer WM dabei sein wollte, scheiterte beim vorgeschriebenen Fitness-Test im Sprint. Von den 80 Kandidaten aus 42 Nationen fielen acht durch die Prüfung oder verletzten sich. Die drei deutschen Anwärter um Schiedsrichter Markus Merk hätten dagegen "mit Bravour" bestanden, sagte Fifa-Sprecher Andreas Werz heute. Anfang Mai wird entschieden, welche 60 Assistenten bei der WM zum Einsatz kommen.
hut/sid/dpa