Kurzpässe Kaká auf dem Weg zu Real, Abmahnungen für Kölner Kicker
Hamburg - Und wieder schlägt ein europäischer Top-Club im Werben um Nachwuchstalente zu: Der AC Mailand hat den 17-jährigen Alexandre Pato von Internacional Porto Alegre für 22 Millionen Euro verpflichtet. Die Lombarden zahlen 14,6 Millionen an den Verein, den Rest teilen sich der Spieler und sein Berater. Neben dem amtierenden Champions-League-Sieger waren auch Lokalrivale Inter Mailand sowie der FC Chelsea und Real Madrid an dem Stürmer interessiert. Pflichtspiele darf der Brasilianer für seinen neuen Arbeitgeber erst ab Januar 2008 absolvieren. Erst gestern hatte Manchester United mit der Verpflichtung eines Neunjährigen für Aufsehen gesorgt. Der FC Bayern München ist derzeit an einem 13-Jährigen interessiert.
Dem brasilianischen Nationalspieler Kaká ist während einer Turnierteilnahme seines Cubs AC Mailand in Moskau ein peinlicher Faux-Pas unterlaufen. Auf dem Flughafen der russischen Hauptstadt bestieg der 25-Jährige versehentlich einen Bus, der für die ebenfalls in Moskau spielende Mannschaft von Real Madrid bestimmt war. Der Weltklassefußballer musste spanischen Zeitungsberichten zufolge eine Reihe von Scherzen über sich ergehen lassen. Kakás Teamkamerad Cafú, der ebenfalls in den Bus der Madrilenen gestiegen war, stichelte hinterher: "Ich habe den falschen Bus genommen, aber Du nicht." Real bemüht sich seit zwei Jahren intensiv um die Verpflichtung von Kaká.
Er hat noch keine Minute gespielt und sorgt dennoch für volle Stadien: David Beckham, der derzeit wegen einer Knöchelverletzung pausieren muss, löst in der Major League Soccer (MLS) einen bisher ungekannten Ticketboom aus. Beinahe alle Spiele seines neuen Clubs Los Angeles Galaxy sind bis Saisonende ausverkauft - im heimischen Stadion wie auch auswärts. Mit dem lang ersehnten ersten Einsatz des englischen Nationalspielers ist laut seines Trainers Frank Yallop möglicherweise schon am kommenden Sonntag im Punktspiel gegen den FC Toronto zu rechnen.
Mehrere Spieler des Zweitligisten 1. FC Köln sind während des Traininglagers im österreichischen Tröpolach offiziell abgemahnt worden, bestätigte FC-Sprecher Christopher Lymberopoulos. Es habe sich um einen "ganz klaren Verstoß gegen die Spielregeln" gehandelt. Die betroffenen Spieler hatten die auch mit Trainer Christoph Daum vereinbarte Bettruhe nicht eingehalten. Zudem soll Alkohol im Spiel gewesen sein. Insgesamt sei es aber "keine hochdramatische Angelegenheit", äußerte der FC-Sprecher.
chp/dpa/sid