Kurzpässe Magath gibt Fehler zu, HSV wird freigesprochen
Schalker Trainer Magath: Kommunikation mit Fans vernachlässigt
Foto: Bernd Thissen/ dpaHamburg - Trainer Felix Magath hat nach den Fan-Protesten beim FC Schalke 04 eigene Fehler eingestanden. "Letztes Jahr habe ich das Gespräch mit den Fans gesucht und das Verhältnis zwischen Zuschauern und Mannschaft verbessert. Es war ein Fehler von mir, dass ich diese Saison die Kommunikation vernachlässigt habe. Ich weiß, dass es auf Schalke ohne die Fans nicht geht", sagte Magath der "Bild"-Zeitung. Ein Teil der Fans habe "Ängste und Befürchtungen", dass "was nicht richtig läuft".
Magath kündigte Gespräche mit Vertretern der Fans an: "Wir müssen uns jetzt an einen Tisch setzen, um die Unklarheiten zu beseitigen. Ich mache meine Arbeit für die Fans und nicht gegen sie." Nach dem Remis im Revierderby bei Borussia Dortmund hatte sich die Kritik noch ausgeweitet. In einem offenen Brief an den Aufsichtsrat des Bundesligisten beklagten die Bezirksleiter und der Aufsichtsrat des Schalker Fan-Club-Verbands neben der verfehlten Einkaufspolitik von Magath die zunehmende Entfremdung zwischen dem Verein und seinen Anhängern. Auch der Schalker Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies hatte Magath Versäumnisse im Umgang mit den Fans vorgeworfen.
Ein Experte hat den Hamburger SV von möglichen Fehlern bei der Verlegung des neuen Rasens vor der Derby-Absage gegen den FC St. Pauli freigesprochen. Der Münchner Gutachter Yves Kessler bescheinigte dem Bundesligisten, dass sich der Rasen in sehr gutem Zustand befinde und bei der Verlegung keine Fehler begangen worden seien, teilte der HSV auf seiner Internetseite mit. Lediglich die "nicht zu kontrollierenden extremen Witterungsbedingungen" hätten zur Unbespielbarkeit des Platzes geführt. "Hätten wir den alten Rasen liegengelassen, wäre auch er unter diesen Voraussetzungen nicht bespielbar gewesen", sagte Kurt Krägel, Leiter des Stadionmanagements.
Fifa-Präsident Joseph Blatter rechnet nun doch mit einer Sommer-WM 2022 in Katar. "Zum jetzigen Zeitpunkt liegt das Thema auf Eis. Alles ist auf Sommer festgelegt", sagte Blatter der britischen Rundfunkanstalt BBC. Im Dezember hatte sich der Chef des Weltverbandes wegen der extremen Hitze in Katar für eine Verlegung des Turniers in die Winterzeit ausgesprochen. Nun sagte Blatter: "Wer hat zuerst gesagt, dass wir im Winter spielen sollen? Es war Franz Beckenbauer, dann Michel Platini und die Vereinigung der Profifußballer. Ich favorisiere weder das eine noch das andere. Ich habe gesagt, dass Winter nicht nur Januar oder Februar ist."
Eine Delegation aus Katar habe kürzlich die Fifa-Zentrale in Zürich besucht und klargemacht, dass die WM in den Sommermonaten gespielt werde, sagte Blatter. Den Überlegungen, einige Partien in Nachbarstaaten auszulagern, erteilte der 74-Jährige eine Absage. "Alle 64 Matches werden in Katar gespielt." Blatter betonte erneut, dass das Fifa-Exekutivkomitee zwar das Recht hat, alles zu ändern, was in den Bewerbungsunterlagen stand, mögliche Änderungswünsche aber in diesem Fall vom Organisationskomitee Katars kommen müssten.
Der 1. FC Kaiserslautern muss vier bis sechs Wochen auf Mittelfeldspieler Oliver Kirch verzichten. Der 28-Jährige zog sich bei der 2:3-Niederlage am Samstag in Hoffenheim einen Außenbandriss im rechten Sprunggelenk zu. Kirch war bei einem Zweikampf mit Andreas Ibertsberger umgeknickt und musste in der 27. Minute ausgewechselt werden. Eine Operation ist nicht vorgesehen.
Der frühere Weltfußballer Ronaldinho hat sein erstes Pflichtspieltor für seinen neuen Club Flamengo Rio de Janeiro erzielt. Der ehemalige Star des FC Barcelona und des AC Mailand brachte Flamengo am Sonntag beim 3:2-Sieg gegen Boavista in der 24. Minute per Elfmeter in Führung. Ronaldinho war Anfang Januar nach zehn Jahren in seine Heimat Brasilien zurückgekehrt.