Kurzpässe Möhlmann bleibt, Lambert feiert
Trainer Möhlmann: Neuer Vertrag in Ingolstadt bis 2013
Foto: Daniel Karmann/ dpaHamburg - Der FC Ingolstadt hat den Vertrag mit Trainer Benno Möhlmann um zwei Jahre verlängert. Der 56-Jährige hatte den Zweitligisten im November 2010 nach der Trennung von Michael Wiesinger übernommen und das nach der Hinrunde abgeschlagene Team zum Klassenerhalt geführt. "Auf diese Aufgabe freue ich mich", sagte Möhlmann, der die eingeschlagene positive Entwicklung vorantreiben will.
Wegen Visa-Problemen sind die Spieler vom FC Schalke 04 mit mehr als eineinhalb Stunden Verspätung in England gelandet, wo sie am Mittwoch (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) das Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Manchester United bestreiten. Betroffen waren die Schalke-Profis, die nicht aus Staaten der Europäischen Union stammen. Für Jefferson Farfán (Peru), Atsuto Uchida (Japan), Ali Karimi (Iran), Junmin Hao (China) und Edu (Brasilien) mussten Ersatz-Visa besorgt werden.
Das Fanprojekt von Borussia Mönchengladbach hat sich erneut deutlich von der "Initiative Borussia" um den früheren Nationalspieler Stefan Effenberg und den ehemaligen Trainer Horst Köppel distanziert, die auf der Mitgliederversammlung am 29. Mai die bisherige Führung um Präsident Rolf Königs ablösen will. "Jedem Fan muss klar sein: Es wird kein Effenberg gewählt. Es wird kein Köppel gewählt", teilte der 4500 Mitglieder umfassende Verein mit.
Grund für den Unmut des Fanprojektes ist der Plan der Initiative, Satzungsänderungen durchzuführen. Diese würden "auf lange Sicht in hohem Maße in die Identität unseres Vereins und seine Seele gefährden". Mit den Änderungen soll der Verkauf von Vereinsanteilen ermöglicht werden. Effenberg, der Sportdirektor und Vorsitzender der Geschäftsführung werden will, hatte derartige Absichten allerdings zuletzt ausgeschlossen. Köppel soll nach den Plänen Effenbergs Präsident werden, Wirtschaftsfachmann Georg Hendricks Vize-Präsident.
Eintracht Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen will auch im Fall des Abstiegs sein Amt weiter ausüben. "Sollte dieser Fall eintreten, ist es doch wohl selbstverständlich, dass ich der Erste bin, der dabei sein wird, um den alten Zustand wiederherzustellen", sagte der 62-Jährige. Bruchhagen ist seit Dezember 2003 Vorstandschef bei der Eintracht und hat noch einen bis 2012 laufenden Vertrag, der allerdings nur für die Erste Bundesliga gültig ist. Frankfurt steht zwei Spieltage vor Saisonende auf auf dem Relegationsplatz 16.
Der ehemalige Profi von Borussia Dortmund, Paul Lambert, ist als Trainer mit Norwich City in die Premier League aufgestiegen. "Das ist ein echtes Wunder", sagte Lambert, dessen Mannschaft vorletzte Saison noch in der 3. Liga gespielt hatte. Ein 1:0-Auswärtserfolg am Montagabend in Portsmouth sorgte dafür, dass Norwich als Tabellenzweiter der Aufstieg nicht mehr zu nehmen ist. Der Verein aus dem Osten Englands ist somit neben den Queens Park Rangers der zweite direkte Aufsteiger in die Premier League. Der dritte wird von den Teams zwischen Platz drei und sechs in zwei Play-Off-Runden ermittelt.
Beim Hamburger SV werden die Planungen für den Kaderumbruch zur kommenden Saison immer konkreter. Interims-Clubchef Carl Edgar Jarchow deutete an, dass die Nationalspieler Joris Mathijsen, Eljero Elia, Paolo Guerrero und Guy Demel den Verein bei guten Angeboten verlassen könnten. Von den zuletzt ausgeliehen Spielern sollen Marcus Berg, Wolfgang Hesl und Tolgay Arslan zum HSV zurückkehren.
Unterdessen wird der Club bei seiner Frauen-Fußballmannschaft, Tabellenvierter der abgelaufenen Saison, große Einsparungen vornehmen. Der Etat soll um mindestens ein Drittel sinken. Die zweite Mannschaft, die am vergangenen Wochenende Meister der 2. Bundesliga Nord wurde, wird aufgelöst. HSV-Pressesprecher Jörn Wolf sagte: "Bei uns stehen derzeit alle Ausgaben auf dem Prüfstand. Dabei wurde entscheiden, bei den Frauen nur noch eine Leistungsmannschaft zu unterhalten."