Kurzpässe: Real mit Rekordgewinn, Radaubruder mit Bewährung - DER SPIEGEL
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Kurzpässe Real mit Rekordgewinn, Radaubruder mit Bewährung

Der spanische Rekordmeister bleibt finanziell das Maß aller Dinge. Der Hamburger SV bezahlt Geld, damit er nicht zu Hause spielen muss. Ein dänischer Hooligan wurde für seine Attacke gegen einen deutschen Schiedsrichter verurteilt. Luca Toni fehlt der Squadra Azzura.
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Hamburg - Der Hamburger SV tauscht mit seinem bulgarischen Uefa-Cup-Gegner Litex Lowetsch das Heimspielrecht. Somit tritt der HSV zunächst auswärts an. "Wahrscheinlich spielen wir bereits am 18. September um 18 Uhr vor der Champions League", sagte ein HSV-Sprecher. Grund für die Verschiebung: Am ursprünglichen Spieltermin, dem 20. September, hätte der HSV in Bayern München, Nürnberg und Leverkusen eine zu große Konkurrenz für eine lukrative Fernsehübertragung. Wieviel Geld Hamburg für den Tausch nach Bulgarien überweisen muss, ist bislang nicht bekannt. Eine besondere Ehre wurde HSV-Profi Maxim Choupo-Moting zuteil. Der U18-Kicker wurde vom DFB als "Nachwuchsspieler des Jahres" mit der Fritz-Walter-Medaille in Silber ausgezeichnet.

Für Real Madrid war die vergangene Saison auch finanziell erfolgreich. Der spanische Meister erzielte einen Rekordgewinn von 44 Millionen Euro. Die Einnahmen stiegen 2006/2007 im Vergleich zur vorangegangenen Spielzeit um 20 Prozent auf 351 Millionen Euro. Allerdings gingen die finanziellen Reserven zurück. Zum Stichtag 30. Juni verfügte Real über ein Guthaben von 98 Millionen Euro. Zwei Jahre zuvor habe der Club noch 160 Millionen Euro gehabt, berichtete die Zeitung "ABC". Finanziell muss sich Real also keine Gedanken machen. Ginge es nach Bernd Schuster, gilt dies auch in der Trainerfrage. "Wenn ich könnte, würde ich zehn Jahre bei Real bleiben, wie das bei vielen Clubs in England möglich ist", so der Trainer des Tabellenführers.

Wegen seiner Attacke auf den deutschen Fifa-Schiedsrichter Herbert Fandel ist ein dänischer Fan in Kopenhagen zu 30 Tagen Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der 29-Jährige hatte Fandel beim EM-Qualifikationsspiel der Dänen gegen Schweden im Juni auf dem Platz angegriffen und damit den Spielabbruch ausgelöst. Das Spiel wurde später als 3:0-Sieg für Schweden gewertet. Fandel hatte den Dänen Christian Poulsen in der 89. Minute beim Stand von 3:3 des Feldes verwiesen und einen Elfmeter für die Gäste verhängt. Der Täter muss zusätzlich 40 Stunden Sozialdienst ableisten und trägt die Kosten des Verfahrens.

Italiens Nationalspieler Luca Toni wird in der Neuauflage des WM-Finals gegen Frankreich am Samstag voraussichtlich nicht spielen können. "Es wird sehr schwierig für ihn", sagte Nationaltrainer Roberto Donadoni vor dem EM-Qualifikationsspiel der Gruppe B in Mailand. Eine endgültige Entscheidung soll nach den nächsten Trainingseinheiten getroffen werden. Donadoni erklärte weiter, man müsse sich überlegen, ob man Toni nicht für das Qualifikationsspiel gegen die Ukraine am 12. September schone. Der Bayern-Stürmer hatte sich am dritten Bundesliga-Spieltag gegen Hannover (3:0) bei seinem Tor zum 1:0 eine Oberschenkelzerrung zugezogen und konnte seither nicht voll belastet werden.

Der Bau des neuen Hardturm-Stadions Zürich wirft seine Schatten voraus - leider auf eine nahegelegene Siedlung, was die Anwohner zum Gang vor das Schweizer Bundesgericht veranlasst. Die Bewohner protestieren damit gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Zürich, wonach das neue Stadion nur zu einer "geringfügig übermäßigen" Beschattung des Wohngebietes im Nordosten des Arena-Geländes führen werde. Die Anwohner klagen hingegen über eine"unrechtmäßige Einbuße der Lebensqualität". Die Querelen um den Stadionbau hatten dazu geführt, dass die in Zürich geplanten Spiele der EM 2008 im neuen Letzigrund-Stadion ausgetragen werden.

chp/dpa/sid