Kurzpässe Real verpflichtet Schiedsrichter, Bremen versichert Özil
Nationalspieler Özil: Für rund 80.000 Euro pro Jahr versichert
Foto: A2902 Achim Scheidemann/ dpaHamburg - Nach der Verpflichtung von Cristiano Ronaldo und Kaká hat Real Madrid nun auch einen Schiedsrichter unter Vertrag genommen. Der spanische Rekordmeister verpflichtete den Erstliga-Referee Carlos Megía Dávila. Der 43-Jährige soll bei Real künftig für die Betreuung der Schiedsrichtergespanne zuständig sein. Seine Karriere als Unparteiischer wird er nach Presseberichten vom Mittwoch mit der Vertragsunterschrift bei Real beenden.
Wie schon bei der Verstärkung des Profi-Kaders handelte Real-Präsident Florentino Pérez auch bei der Verpflichtung des Schiedsrichters nach der Devise "Das Beste ist gerade gut genug". Megía Dávila war in den vergangenen zwei Spielzeiten von der Zeitung "Marca" als bester Schiedsrichter der Primera División ausgezeichnet worden. In dieser Saison kam er noch nicht zum Einsatz, weil er wegen Bandscheibenbeschwerden die Fitness-Tests nicht bestanden hatte. Kritiker äußerten den Verdacht, Real wolle sich mit dem Schachzug das Wohlwollen der Schiedsrichter einhandeln. Die Zeitung "As" bezeichnete die Verpflichtung des Referees als Fehlentscheidung: "Nun können die Real-Gegner sich in ihrer alten Legende bestätigt sehen, dass die Unparteiischen zugunsten der Madrilenen pfeifen."
Werder Bremen hat Nationalspieler Mesut Özil für rund 5,5 Millionen Euro gegen Invalidität versichert. Das entspricht der Ablösesumme, die der DFB-Pokalsieger im Januar 2008 an Özils ehemaligen Club Schalke 04 überwiesen hat. "In Einzelfällen machen wir das, wenn die Ablösesummen im Anlagevermögen sind", sagte Bremens Geschäftsführer Manfred Müller der "Sport Bild". Der jährlich zu bezahlende Beitrag für die Versicherung soll bei rund 80.000 Euro liegen. Zum Vergleich: Der Engländer David Beckham hatte sich im Dezember 2006 für 149,6 Millionen Euro versichert und damit in der Sportgeschichte einen Rekordwert erreicht.
Trainer Michael Skibbe von Bundesligist Eintracht Frankfurt hat seine Kritik an der Vereinsführung wegen des geplatzten Transfers des früheren Schalkers Lincoln zur Eintracht erneuert. "Der Verein hat einen großen Fehler gemacht", sagte Skibbe dem Hessischen Rundfunk: "Wenn ein solcher Spieler auf dem Silbertablett serviert wird, hätten wir alle Hebel in Bewegung setzen müssen. In der Offensive hätten wir uns dadurch schlagartig um 20 Prozent verbessert." Bereits in der Vorwoche hatte sich Skibbe enttäuscht über den nicht zustande gekommenen Wechsel gezeigt, der an den zu hohen Gehaltsforderungen und der Vertragslaufzeit gescheitert war.
Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Union Berlin hat den Vertrag von Trainer Uwe Neuhaus vorzeitig um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2012 verlängert. Dies zeige die Wertschätzung seiner Arbeit, sagte Union-Präsident Dirk Zingler. "Er hat den Verein sportlich stabilisiert und passt menschlich hervorragend zu uns", so Zingler. Der 49-jährige Neuhaus hatte die Berliner vor zwei Jahren in der Regionalliga übernommen und mit ihnen die Qualifikation für die eingleisige dritte Liga geschafft. Dort gelang als Meister der Aufstieg in die zweite Bundesliga, wo der Club nach vier Spieltagen Zweiter ist.
Um seine Profis vor dem H1N1-Virus zu schützen, hat Schwedens Fußballverband (SFF) den Spielern das Händeschütteln verboten. Wie die Tageszeitung "Göteborgs Posten" berichtet, soll es Spielern und Offiziellen gemäß der neuen Regularien des Verbandes ab sofort untersagt sein, dem Gegner die Hand zu reichen und sich für die Partie zu bedanken. "Wir nehmen diese Sache sehr ernst. Wir hatten bereits Fälle mit mehreren Spielern mit Schweinegrippe in einer Mannschaft", sagte Verbandsarzt Per Renström über die neuen Regeln. Der SFF hat zudem einen Verhaltenskatalog ausgegeben, in dem die Spieler angehalten werden, sich häufig und gründlich die Hände zu waschen. "Wer sich an diese Regel hält, dürfte kein Problem bekommen", sagte Renström.