Kurzpässe Real will MSV-Stürmer, Juve ein neues Stadion
Hamburg - MSV-Clubchef Walter Hellmich bestätigte heute einen Bericht der Madrider Zeitung "Marca", wonach der spanische Rekordmeister Real Madrid erwägt, Angreifer Klemen Lavric noch vor Abschluss der Transferfrist Ende Januar als Neuzugang zu präsentieren. "Es gibt diese Anfrage. Lavric wird seit einem Jahr beobachtet", sagte Hellmich, der seinen Mittelstürmer eigentlich nicht abgeben möchte.
Der 25 Jahre alte slowenische Nationalspieler, der vor 18 Monaten für eine Million Euro von Dynamo Dresden zum MSV gewechselt war, zeigte sich über das Interesse Reals überrascht. "Ist das ein Spaß?", sagte Lavric. "Alles ist möglich", sagte Hellmich, der eingestand, dass ein sofortiger Transfer machbar sei, wenn der MSV durch die Ablösesumme gleichwertigen Ersatz verpflichten könnte.
Trotz des Zwangsabstiegs in die Serie B hat Juventus Turin Pläne für eine erfolgreiche Zukunft. Das Management des Clubs will das Stadion Delle Alpi abreißen und eine neue Arena nach dem Vorbild der Hamburger WM-Arena errichten. Nach Angaben der Turiner Tageszeitung "La Stampa" erfordert das Projekt Finanzierungen im Wert von 90 Millionen Euro. Das neue moderne Stadion soll zu einem Freizeitzentrum mit Cafés, Fitnesszentren und Restaurants werden, das zahlreiche Zuschauer anlocken soll. Während der Bauarbeiten würden die beiden Turiner Clubs, Juve und FC Turin, im Olympiastadion spielen. Das Stadio Delle Alpi ist die Heimstätte von Juventus Turin. Insgesamt passen rund 69.000 Zuschauer in die Arena, die für die WM 1990 auf dem Apennin errichtet worden war. Hier wurde 1990 unter anderem das WM-Halbfinale zwischen Deutschland und England ausgetragen.
Der spanische Meister FC Barcelona hat es verpasst, seinen Vorsprung in der Tabelle der Primera División auf drei Punkte auszubauen. Der Champions-League-Sieger kam in einer Nachholpartie des 15. Spieltags bei Betis Sevilla über ein 1:1 (1:0) nicht hinaus. Damit führen die Katalanen die Primera División mit einem Zähler mehr vor dem FC Sevilla und dem Erzrivalen Real Madrid an. "Das ist nicht das Ergebnis, das wir erwartet haben. Aber Betis ist ein starker Gegner und die schwierigen Platzverhältnisse taten ihr Übriges", erklärte Barça-Trainer Frank Rijkaard. Sein Team brachte vor allem in der ersten Hälfte keine überzeugende Leistung und geriet nach einem Kopfballtreffer des Brasilianers Robert (31.) verdient in Rückstand. Nach dem Seitenwechsel fand Barcelona besser ins Spiel. In der 60. Minute markierte der mexikanische Verteidiger Rafael Marquez den Endstand.
fpf/sid/dpa