Kurzpässe Ronaldinho wird Spanier, Cottbus goes East
Hamburg - Nach Angaben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" beläuft sich das Angebot von Nike an den DFB auf jährlich 50 Millionen Euro. Der Vertrag mit dem derzeitigen Ausrüster Adidas läuft 2010 aus, dann möchten die Amerikaner das deutsche Unternehmen als Premiumpartner ablösen und für acht Jahre die deutschen Nationalspieler ausstatten. Der jahrelange DFB-Partner Adidas soll dem weltweit größten Sportverband rund zehn bis elf Millionen Euro an Geld- und Sachleistungen pro Jahr zukommen lassen.
Am Freitag hatte DFB-Präsident Theo Zwanziger seine Präsidiumskollegen und den Vorstand über das "wirtschaftlich sehr interessante" Nike-Angebot informiert. Details wurden nicht veröffentlicht. Adidas hatte in einer ersten Reaktion darauf verwiesen, dass der bis 2010 gültige Vertrag mit dem DFB um vier Jahre verlängert werden soll. Dies hätten beide Partner vereinbart und bereits am 31. August bekannt gegeben.
Weltfußballer Ronaldinho vom Champions-League-Sieger FC Barcelona wird im Januar spanischer Staatsbürger. Der brasilianische Nationalspieler ist damit vom kommenden Jahr an im Besitz zweier Pässe und belastet das Ausländerkontingent des Primera-Division-Champions nicht mehr. Kürzlich hatte auch Barcelonas mexikanischer Verteidiger Rafael Marquez einen spanischen Pass erhalten.
Paris St. Germain ist im Kampf gegen Rassismus in die Offensive gegangen und hat in ganzseitigen Zeitungsanzeigen Stellung bezogen. "Nein zu Rassismus, zu Diskriminierung, Nein zu Antisemitismus, zu Gewalt und Nein, wir gehen nicht ins Stadion, um zu sterben", war dort unter anderem zu lesen. Die Aktion fand im Namen von "PSG, Verantwortlichen, Aktionären und Sponsoren" statt.
Hintergrund sind die Todesschüsse im Anschluss an das Uefa-Cup-Spiel gegen Hapoel Tel Aviv (2:4)in der vergangenen Woche und die daraus resultierende Verlegung des für Sonntag geplanten Ligaspiels gegen den FC Toulouse. Unterdessen hat die Uefa über mögliche Maßnahmen für die Partie von St. Germain gegen Panathinaikos Athen am 13. Dezember noch nicht entschieden. "Wir stehen in permanenten Kontakt mit den französischen Sicherheitskräften", sagte Uefa-Sprecher William Gaillard. In Erwägung gezogen werden ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit sowie verstärkte Polizeipräsenz gezogen.
Energie Cottbus intensiviert seine Beziehungen zu China. Auf Einladung des Präsidiums weilen an diesem Wochenende die Vize-Präsidenten des chinesischen Erstligisten Gouan Peking, Wu You Wen und Wie Ke Xing, in Cottbus. Ziel des Besuches ist der Aufbau einer Kooperation zwischen Gouan Peking und Cottbus im Bereich der Jugend- und Talentförderung. Die chinesischen Vereinsvertreter besuchen neben der Bundesliga-Partie gegen Hannover 96 auch die Lausitzer Sportschule. Gouan Peking ist Heimatverein von Jiayi Shao, der im Sommer 2006 von Zweitligist 1860 München nach Cottbus gewechselt war.
mac/sid/dpa