Kurzpässe Rosicky tritt nach, Dede kürzer
Hamburg "Ich muss mich bei meinem Coach Arsène Wenger bedanken, dass er mich zu so einem großartigen Verein geholt hat. Ich weiß nicht, wo ich jetzt wäre, wenn ich noch in Dortmund spielen würde", sagte Tomas Rosicky nach dem gestrigen 2:1-Sieg des FC Arsenal gegen Wigan Athletic. Der 26-Jährige, der in der Partie seinen ersten Treffer in der Premier League erzielte, war vor der Saison für zehn Millionen Euro zum englischen Club gewechselt.
In Dortmund, so Rosicky, sei es für ihn nicht mehr weiter vorangegangen. "Mein Selbstvertrauen sank stetig. Das wirkte sich auf meine Leistung aus, ich habe nicht mehr mein ganzes Potenzial ausschöpfen können", so der tschechische Nationalspieler, der von 2001 bis 2006 für den BVB aktiv war, "jetzt habe ich das Gefühl, dass ich meiner Topform wieder nahe komme."
Rosickys früherer Teamkollege Dede wird Borussia Dortmund vorerst fehlen. Das DFB-Sportgericht belegte den 28 Jahre alten Abwehrspieler wegen "rohen Spiels" mit einer Sperre von drei Meisterschaftsspielen. Da der Profi und der BVB dem Urteil zustimmten, ist es rechtkräftig. Dede war im Spiel beim Hamburger SV (0:3) am Samstag nach einem Foul an David Jarolim in der 42. Minute des Feldes verwiesen worden. Der Frankfurter Christoph Spycher muss zwei Partien zuschauen. Der Schweizer hatte beim 2:2 in Leverkusen die Rote Karte wegen unsportlichen Verhaltens kassiert.
Ganz harmonisch ging es hingegen bei der ersten DFB-Tagung mit den Bundesligatrainern seit drei Jahren zu. Von einem "sehr angenehmen Austausch" war die Rede. "Der Kontakt ist noch nie so gut gewesen wie zurzeit", sagte Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel. Bundestrainer Löw gab die Komplimente gerne zurück. Mit Blick auf die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz kündigte er an: "Es bedarf einer klaren Absprache in der Vorgehensweise mit den Bundesliga-Trainern."
Gute Nachrichten gibt es auch für den AC Mailand. Der italienische Club kann sein Achtelfinal-Heimspiel in der Champions League am 7. März gegen Celtic Glasgow ohne jegliche Einschränkungen im eigenen Giuseppe-Meazza-Stadion austragen. Dies bestätigte Uefa-Sprecher William Gaillard. Die Ligapartie des AC Mailand am Sonntag gegen Livorno hatten nur Dauerkarteninhaber besuchen dürfen. Die Milan-Führung kündigte an, die Sicherheit im Stadion weiter zu erhöhen. Die Mailänder Arena wies bei den Kontrollen nach dem Tod eines Polizisten bei Krawallen im sizilianischen Catania ebenfalls Sicherheitsmängel auf. Der AC hatte deshalb schon erwogen, für die Partie gegen Celtic nach Genf oder Newcastle auszuweichen.
ach/dpa/sid