Kurzpässe: Schäfer wird Coach in Aserbaidschan, Ebert bleibt Herthaner - DER SPIEGEL
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Kurzpässe Schäfer wird Coach in Aserbaidschan, Ebert bleibt Herthaner

Winfried Schäfer übernimmt den Job als Trainer beim Vizemeister von Aserbaidschan. Patrick Ebert bleibt bei Hertha BSC. Frankreichs Altstar Claude Makelele hängt ebenfalls noch ein Jahr dran. Der Hauptsponsor bleibt Dynamo Dresden erhalten.
Trainer Schäfer: Nächste Station Aserbaidschan
Trainer Schäfer: Nächste Station Aserbaidschan

Trainer Schäfer: Nächste Station Aserbaidschan

Foto: WINFRIED ROTHERMEL/ AP
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Hamburg - Der frühere Bundesliga-Trainer Winfried Schäfer betreut den aserbaidschanischen Vizemeister FK Baku. Der 60 Jahre alte Ex-Coach des Karlsruher SC und des VfB Stuttgart will sich für zwei Jahre an den zweimaligen Meister der Kaukasus-Republik binden. "Noch ist nichts unterschrieben, aber bis Dienstag müsste alles über die Bühne sein. Im Grunde ist alles klar", sagte Schäfer am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Damit wird Schäfer in Aserbaidschan Berti Vogts Gesellschaft leisten, der die Nationalmannschaft des Landes trainiert.

Am vergangenen Mittwoch hatte sich Schäfer in Baku mit den FK-Verantwortlichen getroffen und sich die Pläne des Hauptstadtclubs angehört. "Das ist ein junger Verein, der Großes vor hat. Sie wollen als erste Mannschaft ihres Landes in einen internationalen Wettbewerb", sagte Schäfer.

Profi Patrick Ebert bleibt Hertha BSC auch nach dem Abstieg in die Zweite Bundesliga treu. Der 23-jährige Mittelfeldspieler unterschrieb einen neuen Einjahresvertrag, der sich im Falle des Bundesligaaufstiegs um ein weiteres Jahr verlängert. Das teilte der Hauptstadt-Club am Samstag mit. "Dass, was wir als Mannschaft im letzten Jahr verschuldet haben, will ich helfen, wieder gut zu machen. Für dieses Ziel werde ich alles tun", sagte Ebert, der seit 1998 bei Hertha spielt.

Um einen reibungslosen Start in die neue Saison zu gewährleisten, wird der U21-Europameister auch den seit Monaten anhängigen Rechtsstreit in der sogenannten "Autospiegel-Affäre" beenden: Ebert wird eine Strafe zum Abschluss des Verfahrens bezahlen. Dies kündigte der Club am Samstag an. Wann die Gerichtsverhandlung gegen Ebert und Ghanas Nationalspieler Kevin-Prince Boateng vor dem Amtsgericht Tiergarten stattfindet, steht noch nicht fest. Beiden wird vorgeworfen, Autospiegel abgebrochen zu haben. Die einstigen Mannschaftskollegen bei Hertha hatten Strafbefehle erhalten, die Zahlung aber jeweils abgelehnt.

Beim Drittligisten Dynamo Dresden geht das Auf und Ab im Umfeld weiter. Einen Tag nach dem Rücktritt des kompletten Aufsichtsrats nahm der Hauptsponsor Veolia seine Ende Mai ausgesprochene Kündigung zurück und bestätigte seine Unterstützung bis zum ursprünglichen Vertragsende bis zum Abschluss der kommenden Saison. Hierbei handelt es sich um eine Summe von jährlich rund 300.000 Euro. Das Umweltservice-Unternehmen hatte im vergangenen Monat von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch gemacht und seine Bereitschaft für ein weiteres Engagement von der Demission aller Mitglieder des Kontrollgremiums abhängig gemacht.

Champions-League-Gewinner Inter Mailand soll nach Informationen der "Hamburger Morgenpost" ins Visier italienischer Ermittler geraten sein. Dabei geht es um den Vorwurf, dass die Verpflichtung der Profis Thiago Motta und Diego Milito nicht ordnungsgemäß ablief. Demnach wären der Brasilianer und der Argentinier nicht spielberechtigt, heißt es. Der italienische Fußballverband FIGC bestätigte diese Angaben am Samstag.

Als der italienische Fußball-Meister und Pokalsieger im vergangenen Jahr den Transfer von Motta und Milito mit dem FC Genua ausgehandelt hatte, habe dessen Präsident Enrico Preziosi keine Geschäftserlaubnis besessen, bestätigte FIGC-Sprecher Paolo Cordi. Er hätte deshalb einen Stellvertreter unterzeichnen lassen müssen. Die italienische Sportkommission soll den Verband schon vor Monaten informiert haben, dass die Verträge ungültig seien. Bislang habe es darauf aber keine Reaktion gegeben.

Der ehemalige französische Nationalspieler Claude Makelele hat seinen Vertrag beim Renommierclub Paris St. Germain um ein Jahr verlängert. Der 37-Jährige, der 71 Länderspiele bestritt, stand zuvor unter anderem beim FC Nantes, Real Madrid und dem FC Chelsea unter Vertrag. Makelele ist PSG-Kapitän.

aha/dpa/sid