Kurzpässe: Schuster droht Real, Atouba gesperrt - DER SPIEGEL
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Kurzpässe Schuster droht Real, Atouba gesperrt

Er ist erst seit Saisonbeginn Trainer in Madrid, aber Bernd Schuster zweifelt schon an seiner Zukunft bei Real. Ein Spieler des HSV ist wegen einer Tätlichkeit hart bestraft worden. Der Vorstandvorsitzende des FC Bayern kündigt den Kauf weiterer Spitzenspieler an.
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Hamburg - Bernd Schuster stellt trotz eines glänzenden Saisonstarts sein Engagement bei Real Madrid bereits wieder in Frage. "Man muss das dieses Jahr laufen lassen. Was dann kommt, da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Es ist hier nicht mehr so wie zu meiner aktiven Zeit. Es werden keine Informationen, sondern nur Meinungen weitergegeben. Das ist keine schöne Geschichte. Ich muss sehen, ob das hier auf längere Sicht das ist, was ich später einmal machen möchte", sagte Schuster nach dem 2:1 (1:1)-Erfolg seines Teams gestern Abend gegen Werder Bremen dem Fernsehsender Premiere.

"Obwohl ich von meiner aktiven Zeit diese gewaltigen Zuschauermassen kenne, muss ich mich auch erst wieder daran gewöhnen. Aber wenn man so lange Trainer bei kleineren Clubs war, merkt man natürlich, dass die Verantwortung jetzt noch größer ist als früher", sagte Schuster, der bei Real einen Vertrag bis 2010 besitzt.

Freispruch für Albert Streit, drakonische Strafe für Thimothee Atouba: Während das Sportgericht des DFB das Verfahren gegen den Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt einstellte, wurde Atouba nachträglich im Einzelrichterverfahren wegen einer Tätlichkeit gegen Streit mit einer Sperre von vier Meisterschaftsspielen belegt. Ursprünglich sollte morgen Nachmittag eine mündliche Verhandlung über die Bühne gehen. Nach den zwischenzeitlich durchgeführten weiteren Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses unter Vorsitz von Horst Hilpert wurde der Sachverhalt aber offenbar geklärt, so dass im schriftlichen Verfahren entschieden und die anberaumte Verhandlung deshalb abgesetzt werden konnte.

Atouba wurde zum Verhängnis, dass Schiedsrichter Manuel Gräfe beim 2:1-Sieg von Frankfurt über den HSV am vergangenen Samstag nur das Foul von Streit mit einem Freistoß bewertet hatte. Den versuchten Ellbogencheck von Atouba in Richtung Streit hatte Gräfe offenbar nicht gesehen, deshalb konnte der Kameruner vom DFB-Sportgericht nachträglich gesperrt werden. Unterdessen sorgte Atouba sogar persönlich dafür, dass Streit einer Sperre entkam. Nach Aussage von Atouba habe ihn Streit nicht in die Genitalien gegriffen, sondern nur an der Sporthose gerissen. Im Vorfeld des Verfahrens hatte sich HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer über das Vorgehen des DFB beschwert und die eingeleiteten Vorgänge als "willkürlich" bezeichnet.

Bayern München will in Zukunft weitere Superstars verpflichten. "Transfers in der Größenordnung Klose, Ribéry und Toni sind der neue Weg", sagte Karl-Heinz Rummenigge der "Sportbild". Der Vorstandsvorsitzende setzt in Zukunft auf "Qualität, statt auf Quantität. Die guten Erfahrungen mit Stars wie Luca Toni oder Franck Ribéry bekräftigen uns, diesen Weg weiterzugehen", so Rummenigge weiter.

"Kein Konkurrent für Rensing"

Eine Einkaufs-Großoffensive, wie vor Beginn der laufenden Saison, als neue Spieler für 70 Millionen Euro geholt wurden, soll es so schnell aber nicht mehr geben. Laut Rummenigge ist es nun das Ziel, die Mannschaft "punktuell zu verstärken". "Das Konzept steht", sagte Trainer Ottmar Hitzfeld: "Wir warten nun bis Weihnachten den Saisonverlauf ab. Dann wissen wir, wer die Erwartungen erfüllt - und wo wir nachlegen müssen." Nur ein Spieler hat nichts zu befürchten. "Wir werden mit Sicherheit keinen Konkurrenten für Michael Rensing verpflichten", sagte Rummenigge und stellte klar, wer nach dem Karriereende des ehemaligen Nationaltorwarts Oliver Kahn in der kommenden Saison bei den Bayern zwischen den Pfosten stehen wird.

Kahn will im Sommer 2008 mit einem Abschiedsspiel zwischen dem FC Bayern und der Nationalmannschaft von der Fußball-Bühne abtreten. "Es wird irgendwann im August 2008 sein. Es ist für mich eine besondere Ehre, dass sich die Nationalelf dann noch einmal für ein Abschiedsspiel gegen den FC Bayern zur Verfügung stellt", sagte der 38-Jährige.

chp/dpa/sid

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