Kurzpässe: Sperre für Suarez, O'Neill übernimmt Nordirland - DER SPIEGEL
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Kurzpässe Sperre für Suarez, O'Neill übernimmt Nordirland

Teurer Fingerzeig: Luis Suarez vom FC Liverpool muss wegen einer obszönen Geste ein Spiel pausieren und 20.000 Pfund Strafe zahlen. Die Nationalmannschaften von Nordirland und Israel haben neue Trainer. Und: Beim Hamburger SV naht der Abschied des Kapitäns.
Liverpool-Angreifer Suarez: Mal wieder unangenehm aufgefallen
Liverpool-Angreifer Suarez: Mal wieder unangenehm aufgefallen

Liverpool-Angreifer Suarez: Mal wieder unangenehm aufgefallen

Foto: PHIL NOBLE/ REUTERS
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Hamburg - Liverpools Stürmer Luis Suarez ist eine Woche nach seiner Acht-Spiele-Sperre erneut bestraft worden. Für seine "Stinkefinger"-Geste beim Auswärtsspiel am 5. Dezember in Fulham muss der Uruguayer bei der Partie gegen Newcastle United am kommenden Spieltag pausieren und 20.000 Pfund (rund 23.900 Euro) zahlen. Dies entschied der englische Fußball-Verband. Der 24-Jährige hatte den Fulham-Fans bei der 0:1-Niederlage der Liverpooler die obszöne Geste gezeigt. Suarez war zuvor für acht Spiele gesperrt worden und muss umgerechnet 47.000 Euro Geldstrafe zahlen. Er soll seinen dunkelhäutigen Gegenspieler von Manchester United, Patrice Evra, rassistisch beleidigt haben. Suarez bestreitet dies vehement. Der Südamerikaner und sein Club haben gegen das Urteil Einspruch eingelegt.

Michael O'Neill wird ab Februar neuer Trainer der nordirischen Nationalmannschaft. Der 42-Jährige erhielt am Mittwoch einen Zweijahresvertrag. "Nordirland hat eine große Fußballtradition, braucht nun aber neue Erfolge", sagte der frühere Mittelfeldspieler von Newcastle United. O'Neill ersetzt Nigel Worthington und soll das Team bei den Qualifikationsspielen zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien betreuen. Nordirland hat sich seit der Weltmeisterschaft 1986 für kein großes Turnier mehr qualifiziert. Zuletzt hatte die Auswahl in ihrer Qualifikationsgruppe für die Europameisterschaft 2012 am Ende nur den fünften Platz hinter Italien, Estland, Serbien und Slowenien belegt.

Auch Israel hat einen neuen Coach: Eli Guttman wird Nachfolger von Luis Fernandez. Der 53-Jährige unterschrieb einen Zweijahresvertrag. In seiner langen Trainerkarriere coachte Guttman zuletzt Hapoel Tel Aviv und führte den Club vergangene Saison als Meister bis in die Gruppenphase der Champions League. Der Vertrag des Franzosen Fernandez war nach der verpassten Qualifikation zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine nicht verlängert worden.

Bundesliga-Schlusslicht SC Freiburg muss mindestens in den ersten beiden Rückrundenspielen auf Torjäger Papiss Demba Cissé verzichten. Der Stürmer aus dem Senegal wurde für den Afrika Cup 2012 nominiert. Das Turnier findet vom 21. Januar bis 12. Februar in Gabun und Äquatorialguinea statt. Die Mannschaft von Trainer Amara Traoré bekommt es in ihrer Vorrundengruppe mit Libyen, Sambia und Äquatorialguinea zu tun. Die Freiburger, die auch mit der Nominierung von Stürmer Garra Dembelé für die Auswahl Malis rechnen, starten die Vorbereitung auf die am 21. Januar beginnende Rückrunde am 2. Januar und fliegen zwei Tage später ins Trainingslager nach Spanien. Cissé und Dembelé können allenfalls die ersten Einheiten nach der Weihnachtspause mitmachen.

Frank Arnesen hat bekräftigt, dass der langjährige Kapitän David Jarolim den Hamburger SV schon in der Winterpause verlassen kann. "Wenn er gehen will, legen wir ihm keine Steine in den Weg", sagte der Sportchef am Mittwoch in einem Interview auf der Vereins-Homepage. Das hätten er und Trainer Thorsten Fink dem Profi, dessen Vertrag am Saisonende endet, in einem "guten Gespräch" mitgeteilt. "Jarolim ist ein hervorragender Sportsmann, vor dem ich großen Respekt habe, denn er beschwert sich nicht, dass er derzeit nur auf der Bank sitzt", so Arnesen. Der Däne deutete zugleich an, dass er den HSV-Kader möglicherweise vor der Rückrunde doch noch ergänzen will. "Es kann sein, dass wir genau einen Spieler verpflichten", sagte Arnesen, wies allerdings erneut darauf hin, dass dem Club derzeit kaum finanzielle Mittel dafür zur Verfügung stehen. Aber: "Wenn ein Spieler geht, können wir vielleicht auf Leihbasis einen Neuen holen."

Spielabbruch und 14 Festnahmen: Das marokkanische Erstliga-Duell zwischen COD Meknès und MAS Fès endete im Chaos. Die Begegnung wurde in der 52. Minute beim Stand von 1:0 abgebrochen, nachdem Gästespieler Abdelmoula Berrabeh von einem aus der Fankurve geworfenen Gegenstand niedergestreckt worden war. Fès-Trainer Rachid Taoussi gab zudem an, mit einer Flasche getroffen worden zu sein. Die 14 festgenommenen Personen sollen bereits am Donnerstag in Meknès vor Gericht gestellt werden. Der marokkanische Fußballverband kündigte eine umfassende Untersuchung an.

Celtic Glasgow hat das prestigeträchtige Stadtderby gegen Schottlands Fußball-Rekordmeister Glasgow Rangers mit 1:0 (0:0) gewonnen. Der Treffer des walisischen Linksverteidigers Joe Ledley in der 53. Minute entschied die 397. Auflage des "Old Firm". Die Niederlage dürfte den Rangers gleich doppelt wehtun: Mit dem zweiten Patzer in Folge verlieren sie auch zum ersten Mal seit Spieltag vier die Tabellenführung - und zwar an den Rivalen Celtic.

luk/dpa/sid/dapd