Kurzpässe Villarreal trennt sich von Garrido, Hertha von Widmayer
Villarreals Trainer Juan Garrido: arbeitslos nach Pokalpleite
Foto: JOSE JORDAN/ AFPHamburg - Der FC Villarreal hat sich nach dem Aus im spanischen Pokal noch in der Nacht zum Donnerstag von Trainer Juan Carlos Garrido getrennt. "Ich kann die Entscheidung verstehen", sagte Garrido. "Es ist nicht akzeptabel, so auszuscheiden." Villarreal war am Mittwochabend durch eine 0:2-Heimniederlage gegen den Drittligisten CD Mirandes in der vierten Runde der Copa del Rey gescheitert. Zuvor hatte die Mannschaft bereits in der Gruppenphase der Champions League unter anderen gegen Bayern München verloren. In der Primera Division liegt Villarreal derzeit nur auf Rang 17.
Neben dem FC Villarreal ist auch Atlético Madrid von einem Drittligisten aus dem Pokalwettbewerb geworfen worden. Die Mannschaft unterlag Albacete Balompié zu Hause 0:1. Der neunmalige Meister hatte bereits das Hinspiel in der Copa del Rey beim Club aus der Mancha 1:2 verloren. Deshalb trennte sich der Club von Bei Trainer Gregorio Manzano. Der frühere Madrider Profi Diego Simone gilt als möglicher Kandidat für die Nachfolge. Der Argentinier war am Dienstag von seinem Amt bei Racing Club in seiner Heimat zurückgetreten.
Ein drohender Streik der Londoner U-Bahn-Fahrer bringt das Weihnachtsprogramm in der englischen Premier League durcheinander. Der Londoner Club FC Arsenal hat seine Partie gegen die Wolverhampton Wanderers vom 26. Dezember um 24 Stunden auf den 27. Dezember verlegt. Auch der Lokalrivale FC Chelsea hatte über eine Verlegung seiner Partie im West-London-Derby gegen den FC Fulham nachgedacht. "Nach sorgfältiger Überlegung" werde die Partie aber wie geplant stattfinden, teilte der Club mit.
Hertha BSC und der bisherige Co-Trainer Rainer Widmayer gehen getrennte Wege. Das teilte der Bundesligist mit. "Wir bedanken uns sehr herzlich bei Rainer Widmayer - nicht nur für den Erfolg gegen die Pfälzer, sondern auch für eineinhalb Jahre hervorragende und vertrauensvolle Arbeit", sagte Hertha-Manager Michael Preetz. Erst kürzlich hatte der neu verpflichtete Trainer Michael Skibbe gesagt , dass er mit Widmayer zusammenarbeiten möchte. Der Co-Trainer war im Sommer 2010 als Assistent von Markus Babbel, der am Sonntag als Cheftrainer entlassen wurde, zum Berliner Club gekommen. Am Mittwoch hatte er die Mannschaftim DFB-Pokal-Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (3:1) als Hauptverantwortlicher betreut.
Eine harte Strafe gab es unterdessen für Herthas Offensivspieler Raffael: Der Brasilianer ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen einer Tätlichkeit beim Auswärtsspiel der Hertha gegen 1899 Hoffenheim am 17. Spieltag (1:1) zu einer Sperre von vier Partien verurteilt worden. Raffael hatte in der 32. Minute der Begegnung Hoffenheims Mittelfeldspieler Sejad Salihovic attackiert und war anschließend vom Platz gestellt worden. Die Verantwortlichen bei Hertha haben inzwischen angekündigt, gegen die Sperre Einspruch einzulegen.
Erstmals seit 1996 ist Paris St. Germain wieder Herbstmeister in Frankreichs Liga. Der Traditionsclub, der den Engländer David Beckham verpflichten will, gewann am Mittwochabend beim AS Saint-Etienne 1:0 (1:0) und profitierte von Ausrutschern der Konkurrenz. Mit 40 Punkten aus 19 Runden und drei Zählern Vorsprung auf Verfolger HSC Montpellier geht PSG als Tabellenführer in die Winterpause.
Bundesligist FC Augsburg will den Weggang von Manager Andreas Rettig durch eine Doppelspitze kompensieren. "Wir werden Rettig durch zwei Personen ersetzen. Es wird künftig einen kaufmännischen Leiter und einen Manager Sport geben", sagte Präsident Walther Seinsch. Der Manager Sport soll laut Seinsch neben Trainer Jos Luhukay arbeiten "und alles, was mit Fußball im Verein zu tun hat, organisieren". So sei zum Beispiel das Scouting eine seiner Hauptaufgaben.
Der Franzose Henri Michel ist zum zweiten Mal binnen drei Monate als Trainer der Nationalmannschaft von Äquatorial-Guinea zurückgetreten. Der 64-Jährige warf Funktionären wiederholte Einflussnahme auf seine Arbeit vor. Schon Mitte Oktober hatte Michel seinen Hut genommen, entschied sich aber wenige Tage später nach einem Gespräch mit dem Staatspräsidenten für einen Verbleib.